Allgemein

Lightpainting I

Lightpainting
Lightpainting ist eines dieser Fotografie-Vorhaben, für die ich seit sicherlich fünf Jahren bestens ausgestattet –und trotzdem nie angegangen- bin. In meinem nimmervollen Beutel, um den mich sogar Mary Poppins beneiden würde, tummelt sich alles, was ein ambitionierter Lightpainter an Fotoausrüstung so brauchen könnte. Da sind Taschenlampen, verschiedenfarbige Aufsätze, Wunderkerzen und ND-Filter in tiefstem Schwarz. Nun gut, oben jedenfalls mein erster Gehversuch, der sicherlich nicht bombastisch war, aber definitiv Lust auf mehr, mehr, mehr Lightpainting macht!

  • Objektiv: Canon EF-S 10-22 mm f/3.5-4.5 USM
  • Brennweite: 10 mm
  • Belichtungszeit: 25“
  • Blende: f9
  • ISO: 100
  • Belichtungsmessung: Mehrfeld
  • Filter: keiner
  • Blitz: keiner

Eine Frage des Rüssels

Foto eines Elefantenrüssels

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich endlich dazu, einmal die zwar längst importierten, inzwischen aber schon arg angestaubten Fotos unseres Thailand-Trips anno 1923 durchzuarbeiten. Lightroom angeworfen, etwa 1/3 des Bildmaterials rigoros aussortiert und ein weiteres Drittel der Bilder mit etwas Fernweh überblättert, um im letzten Drittel dann Photoshop-Potenzial für einen schönen Bilderdruck zu suchen.

Wer suchet, der findet, das gilt freilich auch für Fotografen, deren Fotosammlung ungesunde Ausmaße angenommen hat. Ausgeguckt habe ich letztendlich ein Foto, dass kurz nach einem Elefantenritt auf der herrlichen Insel Koh Chang entstanden ist, das glaube ich zumindest. Jedenfalls bestand die Möglichkeit, nach dem Dschungelabenteuer auf Tuchfühlung mit den Dickhäutern zu gehen und das ein oder andere Häppchen unseres Proviant-„Koffers“ zu teilen.

Nach reichlich Bildbearbeitung ist also ein wunderschönes Erinnerungsstück entstanden, das nun (endlich!) als sehr hochwertiger Galerie-Print auf 120×40 im Esszimmer hängt. Ziemlich elefantös, wenn ich so davor stehe 🙂

Galerie-Print des Elefantenrüssels

Berlin – du bist so wunderschön

Berliner Dom als HDR fotografiert

Unter Fotografen ist es wie unter Hundebesitzern, jungen Eltern oder Manta-Fahrern – man kommt ins Gespräch. Das war auch auf meinem kurzen Abstecher nach Berlin der Fall, den ich zwischen Hamburg und Frankfurt eingelegt hatte.

„Wie lange belichtest du?“ und „Welche Filter hast du montiert?“ sind dabei immer wieder einen Erfahrungsaustausch wert. Klar, denn bei Urlaubswetter ist ein Touristenmagnet wie Berlin nicht unbedingt ein unkompliziertes Foto-Setting. Vor jeder größeren Sehenswürdigkeit wuseln Menschenmassen, Wurstverkäufer und quirlige Japaner durcheinander. Wer hier eine halbwegs ansehnliche Fotografie in den Kasten bekommen möchte, hat es nicht einfach. Es gibt nur einen Weg: Und der heißt Neutraldichte (ND-Filter).

Noch haariger das Ganze, wenn einem die gleißende Berliner Mittagssonne mit hartem Licht den Stinkefinger zeigt. Das Gegenmittel meiner Wahl hieß also HDR. Auch wenn drei Fotos, also unter-, über- und ein normal belichtetes, sicher gereicht hätten, kam ich mit insgesamt 9 übereinander gelegten Fotos ans Ziel. Angesichts des wahnwitzigen Trubels vor dem Berliner Dom kann ich mit Ghosting-Resten gut leben. Den Hintergrund des Doms habe ich allerdings via Photoshop bearbeitet. Die relativ langen Belichtungszeiten durch den ND-Filter haben zu einem sehr verwaschenen Wolkenbild geführt.

Letztendlich habe ich Stativ, eine Currywurst und folgende DSLR-Einstellungen für diese HDR-Fotografie benötigt:

  • Objektiv: Canon EF-S 10-22 mm f/3.5-4.5 USM (siehe DSLR-Equipment)
  • Brennweite: 10 mm
  • Belichtungszeit: 9 Fotos zwischen 1“ – 130“
  • Blende: f14
  • ISO: 100
  • Belichtungsmessung: Mehrfeld
  • Filter: ND 3,0 (x1000)
  • Blitz: keiner

Ein paar Schnappschüsse, die praktisch im Vorbeigehen entstanden sind, hänge ich noch geschwind an. Den nächsten Fototrip nach Berlin werde ich zeitlich mit Sicherheit etwas großzügiger gestalten – allein schon wegen der fantastischen Currywurst.

Foto des Berliner Fernsehturms

Foto der Berliner Synagoge

Fotowettbewerb – Waldgeräusche

Fotografie von einer Gitarre im Wald. Thema Waldgeräusche

Toll, eine Fotografie-Wettbewerb für Amateure – hab ich gedacht. Es wird Zeit, meine Fortschritte einmal von einer Jury beurteilen zu lassen – hab ich gedacht. So viel besser können andere Amateure ja nicht sein – hab ich gedacht. Pustekuchen!

„Blende 2013“ ist ein gemeinschaftlicher Fotowettbewerb mehrerer Tageszeitungen, der jedes Jahr stattfindet. In verschiedenen Kategorien werden Preise ausgeschüttet und Nachwuchstalente gefördert. Ich entschied mich also für das Thema „Waldgeräusche“ und stapfte motiviert durch den schönen Westerwald, um das Thema fotografisch umzusetzen.

Um es abzukürzen: Ich fand mein Foto eigentlich gar nicht so schlecht, hatte auf nachträgliche, umfassende Bildbearbeitung verzichtet und reichte mein „Waldgeräusche“-Foto guter Dinge ein. Da wusste ich allerdings noch nicht, in welcher Liga die „Amateure“ des Wettbewerbs spielen. Seht selbst, wie die Preisträger-Fotos ausgesehen haben und schließt euch meiner weinerlichen Erkenntnis an, dass es noch viel, viel zu tun gibt: http://bit.ly/1rJh9f8

Das 3 Minuten Foto

Nur drei Minuten – die mir blieben – vom ersten Knipser zum Erliegen.

3-minuten-fotografie

Edit [14.02.14]: In den Kommentaren zu Lightroom kam die Frage auf, wie dieses Foto entstanden ist. Da habe ich geschwind noch einmal nachgeschaut, welche DSLR-Einstellungen ich verwendet habe:

  • Objektiv: Canon EF-S 10-22 mm f/3.5-4.5 USM (siehe DSLR-Equipment)
  • Blende: f/10
  • Brennweite: 10 mm
  • ISO: 100
  • Belichtungszeit: 30 Sekunden
  • Belichtungsmessung: Mehrfeld
  • Filter: keine

Fotografiert habe ich mit meinem Weitwinkel im TV-Modus, also Zeitautomatik, da ich keinen Selbstauslöser parat hatte und mit maximalen 30 Sekunden Belichtungszeit arbeiten wollte. Dabei schlug mir meine DSLR Blende 10 vor, was hinsichtlich der vielen Details im Hintergrund nahezu perfekt war. ISO, wie immer für rauschfreie Ergebnisse, auf 100.

Nach etwa 10-15 Sekunden Belichtung habe ich mich dann schleunigst vor die Kamera geworfen, eine total dramatische Position eingenommen und versucht, mich nicht mehr zu bewegen – hat funktioniert. Einfacher wäre es sicher gewesen, zwei Fotos anzufertigen: Eins vom leeren Raum und eins mit mir. Und Letzteres dann in Photoshop mit geringer Deckkraft über das Erste zu legen. Aber die Herausforderung, meine Idee mit einem einzigen Foto in einer Zeitspanne von 3 Minuten zu bewältigen, war dann doch spannender.

3 Minuten deshalb, weil der Stöffelpark (Westerwald) an diesem Tag recht gut besucht war und ich nur einen kurzen Moment erwischt habe, in dem mal keine Person durch diesen (Museums-)raum gelaufen ist. Geringe Nachbearbeitungen habe ich abschließend noch mit Lightroom vorgenommen. Dabei habe ich mich im Grunde aber auf die Vignettierung und geringe Anpassungen beschränkt.

Weitwinkel – oh du Herrlichkeit

Windrad im Weitwinkel

Ich bin gefesselt – sehr sogar – und muss erst bremsen, bevor ich diesen Beitrag hier so euphorisch in die Tasten haue, dass ihn am Ende keiner mehr versteht. Würde ich die letzte Erweiterung meiner Fotoausrüstung in einem Wort beschreiben müssen, würde ich nur „Erfüllung“ sagen. Wahnsinn – so ein Weitwinkel!

Ich will mich überhaupt nicht über diesen einen Weitwinkel austoben, den ich mir gekauft habe, geschweige denn möchte ich mich auf Canon, Nikon oder Co versteifen, sondern einfach mal von Weitwinkeln generell schwärmen. Setzt du so ein Objektiv zum ersten Mal auf den DSLR-Body und schaust durch den Live-View, schenkt dir die Technik eine Ansicht deiner Umgebung, die dein Auge nicht mal annähernd scharf erfassen – oder fast – begreifen könnte.

Du schaust durch deine Kamera in ein Wohnzimmer, das du seit Jahren bewohnst, und denkst plötzlich: „Oh, der Benjamini rechts in der Ecke müsste auch mal wieder gegossen werden!“ und „Wow, die Wand zu meiner Linken bietet noch eine Menge Platz für eigene Fotos“. Kurzum: Du hast die ultimative Rund-um-Sicht.

Diese Rund-um-Sicht habe ich über das Wohnzimmer mal etwas weiter hinaus in die Welt getragen. Als Weitwinkel-Beispiele hier erst einmal zwei von etwa 2000 Fotos, die ich mit dem Canon 10-22 (Amzn.Link/Details: http://amzn.to/1coOjbc) innerhalb weniger Wochen aufgenommen habe.

Weitwinkel-Foto

HDR-Foto mit Canon EF-S 10-22mm in Koblenz

Weißabgleich, Römer und mehr

Banner zum Thema Weissabgleich und Neues auf Fotophobia

Weißabgleich – Die letzten Wochen flogen nur so dahin und zwischen Superweitwinkel und ND-Filtern werkelte ich immer mal wieder an einer neuen Unterseite, die nach dem letzten Update im „Aufsteiger“-Bereich auch die DSLR-„Einsteiger“ bedienen sollte. Kurzum: Ein wahres Monster an Unterseite zum Thema „Weißabgleich“ ist seit heute online. Geschmückt mit einer Menge Bildmaterial, leicht verständlichem Text und der Hoffnung, dass auch der letzte Fotophobiker das ziemlich theoretische Thema noch greifen kann – ich selbst tat mir damit sehr schwer. Hier findet ihr also alles zum Weißabgleich. DSLR-Aufsteiger finden Fotografie-Tipps nach wie vor im letzten Update zum Thema „RAW-Fotografie„.

Ansonsten habe ich diverse Fotografien der Startseiten-Galerie aus Performance-Gründen entfernt und dafür ein Photoshop-Composing eingebunden: den „Römer“. Entstanden aus eigenen Fotografien im Westerwald und auf einem „Mittelalter“-Festival. Wetter, Blut und Co sind meiner Photoshop-Fantasie entsprungen. Ich hoffe euch gefällt die Dramatik. Abschließend habe ich meine Fotoausrüstung auf den neusten Stand gebracht, um mich der nächsten Unterseite widmen zu können, welche das wird, muss ich mir noch überlegen… Sinnvoll wäre es wahrscheinlich, die Fotografie-Tipps zu erweitern.

Canon EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM – Mein lieber Scholli!

HDR-Foto mit Canon EF-S 10-22mm in Koblenz

Ich mag meinen Heimatort im Westerwald, denn an vielen kleinen Dingen merkt man immer wieder, wie vertrauensvoll man hier miteinander umgeht. Dann zum Beispiel, wenn einem Freitags ein Päckchen mit teurem Kamerazubehör einfach vor die Haustür gelegt wird – und man am Sonntag erst nach Hause kommt…

Canon-EF-S-10-22mmNach einem erholsamen Wochenende an der belgischen Grenze und jeder Menge Pommes erwartete mich also ein Amazon-Päckchen. Mein erstes Weitwinkel-Objektiv war endlich angekommen und es dauerte keine 20 Minuten, bis ich die Wohnung mit dem Canon EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM wieder verließ, um es direkt zu testen. Und – es ist die absolute Genugtuung! Unglaublich, was das Objektiv an Fotomaterial auf den Sensor bannt. Zimmer, Gebäude und Pflanzen an der Naheinstellgrenze (24mm) erscheinen riesig und selbst der Innenraum meines kleinen Autos sieht auf den Fotos aus wie der eines Sattelschleppers.

Ich bin froh darüber, mich letzten Endes für das Canon EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM (vgl. Amzn) und gegen das Tokina AT-X 11-16mm/f2.8 Pro DX entschieden zu haben. Denn im Weitwinkel-Bereich sind die Millimeter-Unterschiede im Brennweitenbereich enorm. Zumal das Tokina aufgrund seines geringen Brennweitenbereiches einen sehr unflexiblen Einsatz mit sich bringt, wenn man sich alleine mit einem Weitwinkel auf Städtetour begibt. Da hat das Tokina fast Festbrennweiten-Charakter. Dafür ist es etwas lichtstärker. Aber mein Gedanke, mit meinem Weitwinkelobjektiv weniger dunkle Innenräume als Landschaften zu fotografieren, bestätigte meinen Kaufentscheid. Denn bei Letzteren wird ohnehin auf mindestens f/8 abgeblendet, um komplett scharfe Bildergebnisse auch für weit entfernte Objekte zu erzielen.

Ein schöner Nebeneffekt, den mir beide Weitwinkelobjektive bieten, ist der 77mm-Filterdurchmesser. Einfach deswegen, weil als nächstes ein neuer Standardzoom von Sigma ansteht, der den selben Durchmesser aufweist und ich dadurch keinen zweiten Satz an Pol- und ND-Filtern anlegen muss. Geld und Gewicht gespart…

Die Liste der Fotoausrüstung werde ich im Anschluss an diesen Post aktualisieren, denn auch Gegenlichtblenden und sonstiger Kleinkram lag dem dicken Paket bei. Davor noch ein Wort zum einleitenden Fotobeispiel, dass ich mit dem Canon EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM auf einer Tour durch Koblenz abgelichtet habe. Es handelt sich dabei um ein HDR-Bild, dass ich via Photoshop aus 9 Einzelbildern zusammengesetzt habe.

Neue Kommentarfunktion auf fotophobia.de

Schlumpf Mike begrüsst die kommentarfunktion

Erst heute Vormittag erreichte mich eine erfreuliche E-Mail eines frisch-gebackenen DSLR-Besitzers. Natürlich wirkt Feedback immer sehr belebend und motivierend, denn im Grunde ist Fotophobia.de nicht nur Hobby und Freude, sondern auch eine ganze Ecke Arbeit – angenehme allerdings.

Nun tauchten in vereinzelten E-Mail-Gesprächen immer wieder Foto-Fragen auf, die sicher auch anderen Besuchern der Website unter den Nägeln brennen und was läge da näher, als (endlich, nach einem halben Jahr) eine Kommentarfunktion zu implementieren. Voilà, hier ist sie nun. Klein, fein und hoffentlich einladend 🙂

Auf ausgewählten Unterseiten, die auch Gesprächsstoff bieten, darf nun frei von der Leber weg kommentiert werden. Beispielsweise im Bereich DSLR-Einstieg und DSLR-Aufstieg, in den Fotografie Tipps und natürlich den Blogbeiträge (inklusive diesem hier). In diesem Sinne, frohes kommentieren!

Christian

„Zügig“ abgedrückt – Fotografie aus dem ICE

Mit einer 50mm Festbrennweite aus einem fahrenden Zug fotografiert

Eigentlich nur ein Testbild mit einem Pol-Filter, das nicht unbedingt eine anspruchsvolle Fotografie darstellen sollte. Aber irgendwie gefiel mir dieser Schnappschuss so gut, dass ich das Bild im Fotophobia-Blog veröffentlichen wollte.

Aus einem fahrenden ICE, der mit 288 km/h durch den Westerwald schoss, habe ich das Schienen-Foto durch eine 50mm Festbrennweite abgelichtet. Der zirkulare Polarisations-Filter (siehe: Fotografie-Grundlagen: Filter) tat seine Arbeit zuverlässig und es ist wirklich erstaunlich, wie er die Reflexionen des ICE-Fensters ausblenden konnte.

Entstanden ist dieses stromlinienförmige, reichlich dynamische Bild mit der sagenhaften Offenblende meines derzeitigen Lieblingsobjektives, dem Canon EF 50mm / 1:1,8 II (vgl. Bewertungen) und den folgenden Kameraeinstellungen:

  • Offenblende f/1.8
  • 1/50 bei 50mm Brennweite – ganz nach dem Gesetz der Verwacklungsgrenze
  • ISO 100
  • Mehrfeld-Messung