Filmen mit DSLR

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By Jelson25 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Mit dem Durchbruch der digitalen Fotografie ist das Filmen mit der DSLR inzwischen weit mehr als eine angenehme Begleiterscheinung zwischen Schnappschüssen. Die überwiegen Full-HD fähigen Spiegelreflexkameras der Mittelklasse eignen sich dabei auch fernab des Urlaubsvideos für professionelle Produktionen. Aber warum?

Die Gründe sind banal, aber durchschlagend. Die DSLR auf hohem technischen Standard hat gegenüber den reinrassigen Filmkameras zwei entscheidende Vorteile: den Preis und das Gewicht. Während Regisseure von Hollywoodproduktionen natürlich nach wie vor mit sündhaft teurem Kamera-Equipment auffahren, haben Telenovela- und Soap-Opera-Produzenten die Möglichkeiten der DSLR längst erkannt.

DSLR-Film im Hollywood-Look

Der kleine Bildsensor selbst bei Vollformat-DSLRs bietet eine enorme Schärfentiefe und anderseits die kreativen Möglichkeiten, mit Blendenwechsel und starker Unschärfe zu arbeiten. Erreichen lässt sich dadurch einerseits eine hohe Detaildichte (beispielsweise bei Naturaufnahmen) und andererseits der professionelle Film-Look. Letzterer findet häufig bei Dialog-Szenen Verwendung, in denen die sprechende Person klar, die angesprochene Person unscharf per Over-Shoulder-View dargestellt wird. Die filmischen Umsetzungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos.

Slow Motion-Effekte mit DSLR-Kameras

Bereits mit den Mittelklassemodellen der Canon EOS-Reihe, beispielsweise der EOS 650D, sowie den Sony Alpha-Produkten lässt sich die Full-HD-Auflösung auch zugunsten höherer FPS (Frames per Second/ Bilder pro Sekunde) herunterfahren. So gelingen etwa 720p-Aufnahmen mit bis zu 60fps, was eine hervorragende Grundlage zur Slow-Motion-Darstellung in der Post-Production bietet.

Filmen mit der DSLR – weitere Vorteile

  • Problemloser Objektivwechsel
  • Hohe Tonwertbereiche
  • Hohe ISO-Verträglichkeit
  • Manuelle Schärferegelung

Kameraeinstellungen beim Filmen mit DSLR

Hier gibt es eine ganze Fülle an Tipps und Empfehlungen, die ich zu einem späteren Zeitpunkt auf eigenen Unterseiten behandeln möchte. Gesagt sei an dieser Stelle nur, dass meist Blenden von f/3,5 bis f/5,6 verwendet werden, da hier ein angenehmer Unschärfebereich, der typische Hollywood-Look, entsteht. Da diese Blendenwerte von nahezu allen Standardobjektiven abgedeckt werden und Filmaufnahmen mit weit geöffneter Blende bei f/1,8 und höher sowieso unüblich sind, ist das Filmen mit DSLR eine relativ günstige Angelegenheit.

Die für DSLR-Filme wichtigsten, und am meisten verwendeten, Brennweiten sind 45mm und 80mm, was an Objektiven für Crop-Kameras einem Brennwert von 28mm (bei Crop 1,6) und 50mm (bei Crop 1,6) entspricht.

Ein paar imposante Beispiele für das Filmen mit der DSLR habe ich auf den folgenden Unterseiten zusammengetragen. Am besten aktivierst du dafür den Vollbildmodus in deinem Browser [Taste F11] und klappst die Sidebar auf der linken Seite über den Pfeil ein.

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