Festbrennweiten

„Festbrennweite vs. Zoom-Objektive“, das ist so ähnlich wie mit einem abgehalfterten Online-Redakteur und einem Spiegel-Journalisten, der eine kann zwar von allem ein bisschen, aber nichts richtig, der andere kann nur eines, aber dafür perfekt. Themenbezogen heißt das: Zoom-Objektive sind Allzweckwaffen, Festbrennweiten Spezialisten.

Die Festbrennweite – ein scharfes Leichtgewicht

Festbrennweite

By Benjamin.nagel (Own work) [CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Festbrennweiten haben, wie du unter „Vor- und Nachteile von Zoomobjektiven“ bereits lesen könntest, den einen entscheidenden Plus-Punkt. Sie sind aufgrund ihrer Bauweise technisch in der Lage, Offenblenden von f1.8 und höher zu erzielen. Damit zauberst du nicht nur ein wunderbares „Bukeh“, sondern bist auch in der Lage, Fotografie bei schauderhaften Lichtverhältnissen auszuüben, ohne auf ein Stativ zurückgreifen zu müssen.

Spezialisten auf dem Gebiet der Fotografie bedeutet: Eine 35 mm Festbrennweite beherrscht ihre Liga und vergleichbare Zooms haben bei gleicher Einstellung das Nachsehen, wenn es um knackige Schärfe auch in den kleinsten Bilddetails geht. Während der Zoom bisweilen durch Vignettierung (Abdunklung der Bildränder) auffällt, lacht die Festbrennweite nur leise und liefert bessere Bild- und Farbqualität auch in den Bildecken. Auch sind sie aufgrund ihrer technischen Minimalausstattung deutlich leichter als die klobigen Allround-Zooms. Dein Rücken könnte dir die Entscheidung, lieber zwei ausgewählte Festbrennweiten anstelle eines Zooms einzupacken, nach einer Fotosafari danken.

Festbrennweiten und die Kosten

Dein Geldbeutel ist weniger dankbar als dein Rücken, denn willst du für alle Fälle gerüstet sein und auf ein aus Festbrennweiten bestehendes Sortiment an Objektiven zurückgreifen, beinhaltet deine Ausrüstung früher oder später:

  • 8 mm Fisheye
  • 11-16 mm für Landschaften, Panoramen
  • 24 mm für Landschaften, Architektur
  • 35 mm Normalbrennweite an Crop-Kameras
  • 50 mm Normalbrennweite an Vollformat-Kameras
  • 85 mm Portraits und Makro
  • 135 mm Detailaufnahmen
  • 200 mm oder 300mm beispielsweise für Wildtiere im Telebereich
  • 400 mm aufwärts falls du ein Faible für Mondfotografie entwickelst

Für einen Hobbyfotografen, der eine Spezialisierung (Naturfotografie, Menschen) verfolgt, ist diese Ausrüstung natürlich unnötig und maßlos übertrieben.

Edit [29.07.14]: In den Kommentaren unterhalb kam eine sehr interessante Frage von Herrn Wolf auf, inwieweit Festbrennweiten tatsächlich „besser“ als Zoom-Objektive seien und ob sich die Anschaffung lohne.

Edit [22.10.15]: In den Kommentaren unterhalb hat Lukas das Thema Festbrennweite im Zusammenhang mit Schärfentiefe (Bokeh) noch einmal sehr anschaulich und detailliert beschrieben.

Spiel mit der Kamera!

„Spiel mit der Kamera!“ klingt ziemlich abgedroschen, muss aber von jedem Fotografen, der etwas auf sich hält, einmal in der Karriere in Richtung eines verunsicherten Models geschleudert werden.
Vor allem als Fotoanfänger gibt dir dieser Satz in Zusammenhang mit einer Festbrennweite aber einen unschlagbaren Vorteil, denn DU spielst selbst mit der Kamera – du bewegst dich. Was in keiner Weise eine Anspielung auf Hobby-Fotografen mit Wohlstandsbauch ist, sondern du die Kamera einfach per pedes immer ordentlich von Position zu Position tragen muss, um den gewünschten Bildausschnitt und damit ein gelungenes Foto zu erzielen. Du lernst Vor- und Nachteile, Möglichkeiten und Grenzen bestimmter Brennweiten ungleich besser kennen, wenn du auf den Luxus verzichtest, den Zoom einfach ein Stückchen weiter nach rechts zu drehen.

50 Kommentare zu “Festbrennweiten”

  1. Franz Wolf 28. Juli 2014 - Antworten

    Hallo Herr Bösel,
    herzlichen Dank für Ihre Ausführungen die Festbrennweite betreffend.
    Ich trage mich mit dem Gedanken – als Vergrößerungsfetischist – mir eine Nikon D 810 zu kaufen, im Herbst. Es haut mich schlicht um, wenn ich ein Bild mit z. B. 20 MB heranzoome und Details entdecke, die der Fotograf selbst nicht gesehen hat.
    Nun ist die Festbrennweite besser, das war klar. Was aber bedeutet: Besser?
    Wenn die Bilder des Zooms in der Mitte ebenso gut sind und nur an den Rändern ,ein wenig‘ Abweichung zeigen, lohnt der Aufwand dann dennoch? Oder sind die Verzeichnungen der Z-Objektive so gravierend?
    Leider findet man hierfür keine Beispiele.
    Grüße
    F. Wolf

    • Christian 29. Juli 2014 - Antworten

      Hallo Herr Franz,
      viele Dank für Ihren Kommentar und die wirklich gute, nachvollziehbare Frage. Sie haben vollkommen recht damit, dass Zoom-Objektive vor allem an den Rändern schwächeln und die Bildmitte von Vignettierungen etc. nicht betroffen ist.
      Es gibt aber Szenarien, die durchaus Einfluss auf das gesamte Foto, also auch die Bildmitte, haben.

      Fotografieren wir beispielsweise bei Abenddämmerung mit einem Zoom-Objektiv bei größtmöglicher Blendenöffnung (sagen wir f3,5) und ohne Stativ, schrauben wir den ISO-Wert nach oben, was wiederum Bildrauschen verursacht: die geliebten Details gehen also flöten. Eine Festbrennweite arbeitet hier vielleicht mit f1,8 und lässt das Fotografieren mit ISO100 oder niedriger zu. Da macht Detailsuche im finalen Bild wieder Spaß.

      Abgesehen von Verzeichnung und z.B. Weitwinkel-Verzerrungen in den Randbereichen (die sich hervorragend und per Knopfdruck mit Lightroom entfernen lassen), würde ich den Unterschied der Abbildungsqualität zwischen Festbrennweiten und Zoom-Objektiven nicht überbewerten. Die Hersteller wissen spätestens seit dem Siegeszug der DSLRs für die breite Maße um die hohe Nachfrage nach Zoom-Objektiven und liefern technisch ausgereifte, qualitativ hochwertige Zoom-Objektive, die sich hinter Festbrennweiten in Sachen Abbildung nicht verstecken müssen.

      Richtig ist aber, dass Festbrennweiten von Haus aus perfekt auf „ihre“ Brennweite eingestellt sind und auch der Verschleiß beweglicher Teile, die ein Zoom nun mal benötigt, wegfällt. Da käme dann auch der – wenn für Sie interessante – Faktor Gewicht hinzu. Wenn ich mit wenig Gepäck losziehen möchte und nur ein Objektiv mitnehmen würde. Wäre das eine 50mm, ultraleichte Festbrennweite.

      Das größte Plus neben der Lichtstärke sehe ich in Ihrem Fall aber in einem unnachahmlichen Bokeh, also der geringen Schärfentiefe, die mit einer Festbrennweite erzielt werden kann. Dieser professionell Look zum Beispiel bei People-Fotografie ist meines Erachtens alleine Grund genug, sich eine Festbrennweite zuzulegen. Und im Zusammenspiel mit einer Nikon D810, dem Vollformat und einer Festbrennweite läge Ihnen tatsächlich ein absolutes „Bokeh-Monster“ in den Händen. Super!

    • Kerkes 6. Dezember 2014 - Antworten

      Also ich habe mir vor kurzem das Canon 50mm f1,8 angeschafft, und muss sagen es lohnt sich wirklich! Im Vergleich zu anderen Objektiven kommt man mit 90€ noch gut weg. Und es ist so viel besser als das Standartobjektiv mit Zoom! Das 50mm f1,4 kostet beispielsweise schon ca 399€..

      • Christian 6. Dezember 2014 - Antworten

        Hi Kerkes,
        ja, da stimme ich dir voll und ganz zu. Habe eben noch auf die schnelle ein paar Bilder von einer Bekannten gemacht und ohne viel zu überlegen, fiel meine Wahl sofort auf das Canon 50mm. Einfach ein Traum für Portraitfotos und Co.

  2. Franz Wolf 29. Juli 2014 - Antworten

    Hallo Herr Bösel,
    vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Diese Art von Kommentaren hilft dem interessierten Amateur mehr als die üblichen Frage – und Antwortspielchen in den Bloggs.
    Nochmals Danke.
    Was ich mit Beispielen gemeint hatte, waren Bilder, die sowohl mit Festbrennweite als auch mit Zoom gemacht wurden und gezeigt werden. Und die man direkt vergleichen kann. Dabei stellt sich heraus, daß sich Tele und Festbrennweite in der Abbildungsqualität so sehr nicht unterscheiden.
    Grüße
    F. Wolf

  3. Dennis 21. April 2015 - Antworten

    Hallo,
    auch von mir ein großes Lob, die Seite ist echt super und informativ.
    Ich bin kurz davor mir eine Nikon 750D zuzulegen.
    Ich werde vmtl. das Kit dazu bestellen(soll wohl einigermaßen brauchbar sein) und überlege nun nach einer Festbrennweite…
    Sinn: Porträtbilder, Personen, Tiere ggf aber auch Hochzeit wenn das mit einem einzige Objektiv möglich ist.
    Wäre hier *
    50 mm Normalbrennweite an Vollformat-Kameras
    85 mm Portraits und Makro

    eher geeignet?

    Ganz herzlichen Gruß aus Berlin
    Dennis

    • Christian 22. April 2015 - Antworten

      Hi Dennis,
      danke für das Lob und schön, dass ich dir als Foto-Anfänger mit meiner Webseite weiterhelfen kann 🙂
      Angesichts deines Vorhabens würde ich zur 85mm Festbrennweite greifen. Damit bist du für tolle Porträt-Aufnahmen gewappnet und hast einen angenehmen Brennweitenbereich, wenn es um People-Fotografie generell geht. Gut, für Gruppenaufnahmen an Hochzeiten würde ich dann an deiner Stelle mit Kit und Stativ arbeiten. Aber auch für Tiere (vllt. bei einem Zoobesuch) und Makros wirst du mit der 85mm Festbrennweite mehr Freude haben..

  4. Niklas 28. April 2015 - Antworten

    Hallo Christian,

    ersteinmal: Super Seite und schön ,dass du in den Kommentaren immer so ausführlich antwortest.

    ich bin Student – mit studentischem Geldbeutel 😀 – und fotografiere am häufigsten in Städten im Urlaub oder auf kurzen Städtetouren. Gebäude, Sehenswürdigkeiten aber auch Alltagssituationen auf den Straßen. Bisher habe ich hierfür die 1000D meist mit dem Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv und dem Canon 55-255mm benutzt.

    Allerdings hätte ich jetzt doch gerne ein etwas weitwinkligeres Objektiv, um Gebäude oder Szenen in den Straßen (etwa Gruppen) besser drauf zu bekommen. Gerne Festbrennweite. Die finde ich zum einen unauffälliger und leichter, zum anderen macht es mir mehr Spaß mich beim Fotografieren bewegen zu müssen. Das Canon Kitobjektiv 18-55 benutze ich zum Beispiel seit langer Zeit nicht mehr.

    Ich habe jetzt bei amazon das Canon EF-S 24 mm 1:2,8 STM Objektive gefunden. Relativ preiswert und hat auch gute Bewertungen bekommen. Kennst du es vielleicht und kannst es einschätzen?

    Eine Allgemeine Frage: Würdest du eventuell ein noch weiteres Objektiv empfehlen, da 24mm mit Cropfaktor „schon“ bei 38mm liegen?

    Freundliche Grüße
    Niklas

    • Christian 4. Mai 2015 - Antworten

      Hi Niklas,

      schön dich auf Fotophobia.de zu lesen und herzlichen Dank für die netten Worte! 🙂 Ich muss zugeben, das 24mm Canon-Objektiv ist mir bis dato noch nicht untergekommen und offen gesagt kannte ich es überhaupt nicht, bis du mir davon erzählt hast. Ich habe mich nun mal mit dem Weitwinkelobjektiv beschäftigt und da das – in meinen Augen – einzige Manko, nämlich dass es sich dabei um eine Festbrennweite handelt, für dich von Vorteil ist, würde ich es mir auch holen.

      Trotz Crop bekommst du damit ordentlich Material auf das Bild, musst unter Umständen aber natürlich auch ein bisschen mehr laufen, als das bei dem 50er der Fall gewesen ist. Den Preis finde ich übrigens auch sehr stark, zumal es als Gimmick noch über STM verfügt, was für Filmaufnahmen bei 38mm nach Crop ja auch ein interessantes Einsatzgebiet sein könnte. Ich würde allerdings noch das Canon EF-S 10-18mm in deine Überlegung mit einbeziehen. Laut Amazon (http://amzn.to/1KG8rGF) sind das nur 40€ Aufpreis und du kommst auf fantastische 10mm im Weitwinkel runter. STM ebenfalls vorhanden. Sicher, die Lichtstärke leidet etwas, aber die würde ich für Weitwinkel-Fotografie ohnehin außen vorlassen, da du für Gebäude, Panoramen etc. sowieso abblendest und dich zwischen Blende ~ f7.1 – f11 bewegst. Stativ hast du ja dann sowieso parat.
      Schau es dir mal an, was meinst du?

  5. Hallo Herr Bösel..
    Ich war bis jetzt Olympus Fan , habe alle möglichen Objektive bis auf die ganz Großen..die waren mir für das und wie oft man sie braucht einfach zu teuer. Als Tele habe ich das 50-200 ED
    Nun las ich vor einigen Monaten über das S 600 von Sigma .
    War begeistert nur paßte es nicht auf Olympus , also kaufte ich mir die Sigma Merrill SD1 dazu .
    Bin von beiden begeistert ,die Bildqualität ist einfach Spitze (bei 46MP) sollte es auch so sein .
    Nun stellt sich mir die Frage was soll ich für ein Objektiv als zweites zulegen .Ich bin Allround Fotograf ,
    reise in der ganzen Welt , mache auch gerne Macros . Aber wiederum alle möglichen Objektive kaufen will ich nicht mehr . Was sagen Sie zu einem Sigma 35mm F 1.4 DG HSM als Alternative ?
    Danke im Voraus und sende herzliche Grüße aus Kärnten
    Klaus

    • Christian 7. Juli 2015 - Antworten

      Hallo Herr Freithofer,
      danke für Ihre nette Frage und den Kommentar auf fotophobia. Schön, dass Sie hier sind. 🙂

      Das 1,4er Sigma kam mir persönlich noch nicht unter, aber ich habe tatsächlich im Bekanntenkreis schon mehrfach davon gehört – im Zusammenhang mit positiven Erfahrungen wohlgemerkt. Sigma generell (in meinem Fall das 17-50mm, f/2,8) liefert aus eigener Erfahrung gesprochen hervorragende Bildergebnisse. Als Allroundfotograf haben Sie in diesem Brennweitenbereich sicherlich eine enorm lichtstarke Festbrennweite der Oberklasse.
      Es bleibt nur die Frage, ob und wie Sie den Weitwinkel-Bereich abdecken, den Sie als Allrounder sicherlich auch hin und wieder nutzen, oder?
      Viele Grüße
      Christian

  6. Hallo Herr Christian !
    Danke für ihre schnelle Antwort. Es freut mich zu hören das das Sigma Objektiv auch in Ihren Augen eine positive Beurteilung findet . Ich habe mir eigentlich vorgenommen nur mehr 1 Objektiv zu kaufen, aber wer weiß was Morgen ist ? Der Weitwinkel-Bereich war bis jetzt eigentlich ein Stiefkind . Ich habe zwar ein 11-22 Digital von Olympus, benutzte es aber fast nie.
    Ich habe vor 2016 nochmals nach Südafrika zu reisen und wer weiß was mir bis dahin noch alles einfällt . Vorerst werde ich es mit dem 1,4er probieren.
    Nochmals recht herzlichen Dank und Grüße sendet
    Klaus Freithofer

  7. Matthias 8. September 2015 - Antworten

    Hallo, ich freue mich, dass ich auf Ihre informative Seite gestoßen bin.
    Ich bin im Bereich der Fotografie Laie. Will aber jetzt aufholen und mein Wissen erweitern. Habe mir eine Panasonic Lumix GX7 preiswert zugelegt.
    Nun habe ich sehr oft gehört, dass das mit im Lieferumfang dazugehörige Weitwinkel Objektiv höchstens Mittelklasse darstellt und nicht sehr lichtstark ist. Ich will aber gleich mit mehreren vernünftigen Objektiven anfangen um gute Fotos zu machen. Nun zur Frage. Ich möchte mir ein gutes, lichtstarkes Weitwinkelobjektiv und ein gutes Objektiv zulegen, welches sich für Zimmer und Portraitaufnahmen eignet und auch im Telebereich einsetzbar ist.
    Diese müssen natürlich auf die Panasonic Lumix passen. Können sie mir ein paar Objektive empfehlen, die sich zu kaufen lohnt und in den genannten Bereichen eine gute Figur machen. Danke im Vorraus und alles Gute. Matthias

    • Christian 15. September 2015 - Antworten

      Hallo Matthias,
      schön, dass dir Fotophobia gefällt und vielen Dank für deinen Kommentar.
      Leider handelt es sich bei deiner Kamera, der Lumix GX7, um ein Produkt, dass sich selbst nie genutzt geschweige denn schon einmal in den Händen gehalten habe.
      Und da ich bei Fragen zu Objektiven bzw. Festbrennweiten immer gerne aus erster Hand berichte, muss ich hier leider passen.
      Vielleicht hat ein anderer Fotophobia-Leser einen entsprechenden Objektiv-Tipp für dich?

  8. Hans 21. September 2015 - Antworten

    Guten Tag und dank für Ihre Seite.
    Ich hab ne Frage zu den Festbrennweiten.Ich habe zwei Zoom Objektive.14-42mm und 45-150mm von Panasonic.Dazu ein Festbrennweiten Objektiv Sigma 60mm 2.8
    Ich möchte gerne zwei Festbrennweitenobjektive besitzen.Welche Größe wäre noch ratsam.Tendiere zum 19mm -20mm, 25mm ,oder lieber 30mm. Würde mich über Ihren Tip freuen. Gruß Hans

    • Christian 24. September 2015 - Antworten

      Hallo Hans,
      da würde ich persönlich ganz klar zu der Festbrennweite mit 30mm tendieren.
      Das hat zwei Gründe: Zum einen hast du mit den offenen Blenden bei größerer Brennweite auch ein schöneres Bokeh und zum zweiten finde ich Festbrennweiten in Richtung Weitwinkel nicht sehr nützlich, da die Einsatzgebiete hier häufig ein starkes Abblenden verlangen, was den Vorteil einer lichtstarken Festbrennweite wiederum zunichte macht. Mit einer 30mm und 60mm Festbrennweite hättest du außerdem eine sauberen, ausreichend großen Abstand zwischen den beiden Objektiven. Was meinst du?
      Christian

      • Hans 24. September 2015 - Antworten

        Hallo Christian
        danke für die Antwort.Was hälst Du von der 25mm Festbrennweite.Wurde mir wiederholt empfohlen und auch in Büchern über Fotografie wird sie als must have Festbrennweite empfohlen.Danke für Deine Antwort. Gruß Hans

        • Christian 25. September 2015 - Antworten

          Hello again Hans,
          auch 25mm halte ich im Bereich der Festbrennweiten noch vertretbar, aber darunter würde ich ganz persönlich auf keinen Fall gehen wollen 🙂

  9. Angie 28. September 2015 - Antworten

    Liebe Christian,
    eigentlich wollte ich zu dem Thema „DSLR Aufstieg“ unter der Rubrik Zoom-Objektive einen Kommentar hinterlassen, aber leider war das nicht möglich.
    Mittlerweile ist es eine Nikon D3300 geworden und ich schlage mich mit Blendenwert, Brennweite und Gedöhne rum.
    Dabei bin ich auf etwas sehr interessantes gestossen: http://blog.hamburger-fotospots.de/genialer-spickzettel-fuer-fotografen-als-kostenloser-download/.
    Vielleicht ist es nützlich, dass zu teilen, damit noch mehr Anfänger daran teilhaben können.
    Lieben Gruß
    Angie

    • Christian 29. September 2015 - Antworten

      Hi Angie,
      danke für den Tipp mit dem Spickzettel, den finde ich für Einsteiger ebenfalls sehr nützlich 🙂
      Die Kommentarfunktion unter den Zoom-Objektiven hatte ich kurzzeitig deaktiviert, da dort sehr viel gespammt wurde. Jedenfalls ist sie jetzt wieder aktiv und es kann fröhlich weiter kommentiert werden 🙂

  10. Lukas 12. Oktober 2015 - Antworten

    Hallo Christian,

    ich kann mich allen Lesern hier bedenkenlos anschließen! Leicht verständlich und sehr aufschlussreich, wir können alle für die tolle Leistung die du hier präsentierst froh sein!!! Also ein RIESEN DANK ertsmal!!!!!!

    Ich habe als absoluter Novice eine kurze Frage, sofern ich das richtig verstanden habe.

    Du besitzt eine Canon 650D und hast dir hierfür ein Festbrennweiten-Objektiv 50mm (Blende f1,8) zugelegt (Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv). Der dahinterliegende Grund für dieses Objektiv bezieht sich vermutlich hauptsächlich auf das „Bukeh“. Nun verhält es sich so, dass das Vollformat hierfür eine(n) gewisse(n) Vorlage/Vergleichswert liefert.

    Wenn ich nun den Crop-Faktor bei der Canon 650D in Betracht ziehe, müsste man doch für vergleichbare Bukeh-Effete einer Vollformatkamera (Soll Brennweite = Ist-Brennweite, also hier 50mm) bei einer DSLR mir APS-C Sensor eine Festbrennweite von ca.35mm (abhängig vom tatsächlichem Crop-Faktor der eigenen Kamera) wählen.

    Mal ausser Acht gelassen was die Anschaffungskosten anbelangt, wäre es dann nicht sinniger eben ein Objektiv mit Festbrennweite von 35mmzu besitzen oder sind die Unterschiede eher von marginaler Natur? Kann auch sein das es gar kein solches Festbrennweiten-Objektiv gibt..

    • Christian 13. Oktober 2015 - Antworten

      Grüß dich Lukas,

      erst einmal ein ganz großes Danke für die interessante Frage. Ich kann deinen Gedankengang und den Willen das zu verstehen gut nachvollziehen. Zunächst ist es ja so, dass sich die unterschiedlichen Brennweiten bei Verwendung auf Crop- bzw. Vollformat-Kameras im Bildausschnitt widerspiegeln. Es ist richtig, dass du mit 35mm Crop und 50mm Vollformat den ungefähr selben Ausschnitt ablichtest. Eine stärkere Unschärfe wird dabei geringfügig durch die Sensorgröße der Kamera erzielt, viel wichtiger ist aber die Brennweite, durch die du mit 55mm eine stärke Unschärfe erreichen wirst als bei 35mm. Diesen Zusammenhang von Brennweite und Bokeh sieht man immer ganz gut in der Wildlife-Fotografie oder auch im Fußball, wenn Fotografen fernab des Geschehens mit 600mm Brennweite ablichten und tatsächlich nur das Objekt selbst – und der Hintergrund weich und undefinierbar – ist. Natürlich fotografieren sie dabei mit Offenblende, was starken Einfluß auf das Bokeh hat, und auch einer Kamera mit Vollformat-Sensor.
      Ich hoffe, ich habe dich damit auf die richtige Fährte bringen können und deine Frage richtig verstanden?

      Viele Grüße
      Christian

      • Martin 20. September 2016 - Antworten

        Hi Christian,
        ist das denn so richtig, was Du schreibst:

        „Es ist richtig, dass du mit 50mm Crop und 35mm Vollformat den ungefähr selben Ausschnitt ablichtest.“?

        Ich dachte es sei genau andersherum, auf 35mm passt doch mehr drauf als auf 50mm FBW. D.h. ein gecroptes 35mm entspricht dann einer 50mm Vollformat, praktisch genau andersherum, wie du es sagst!?

        Sorry für die eventuelle Verwirrung!
        PS: Arbeite mich durch Deine Seite – Hammer :)!

        • Christian 20. September 2016 - Antworten

          Hi Martin,
          also ich hab das jetzt wirklich drei Mal gelesen und jedes mal war ich verwirrter 😛 Bin kurz in mich gegangen und klar, du hast vollkommen recht! Es ist genau andersherum! Sorry für den Fehler, der sich da eingeschlichen hat – werde ich gleich korrigieren.
          Viele Grüße
          Christian

  11. Lukas 13. Oktober 2015 - Antworten

    Hi Christian 🙂

    mein Kommentar ist wirklich nicht klar formuliert!! Dennoch hast du meine Frage beantwortet (hast zwischen den Zeilen gelesen, stark!!) 🙂

    Wenn ich nochmal kurz zusammenfassen kann:

    Die Wahl eines Objektivs mit 50mm Festbrennweite (FBW) für einen APS-C Sensor ist vorteilhafter für bessere Bokeh-Werte, als wenn man eine 35mm FBW für denselben Sensor wählt. (da größere Brennweite)

    Dasselbe gilt bei einer Vollformat. 35mm Objektiv für Vollformat bietet „weniger“ Unschärfe als ein 50mm Objektiv für eine Vollfomat.

    Wenn man nun das ins Verhältnis zwischen APS-C und Vollformat Sensor setzt, heissts:

    Zwar hat man mit einem 35mm Objektiv für APS-C Sensor vergleichbare Bildausschnitte wie bei einer 50mm Vollformat, jedoch ist der Unschärfe-Effekt im Vergleich zum Vollformat mit 50mm Objektiv, nicht 100% „identisch“. Durch den größeren Sensor sowie der höheren Brennweite der Vollformat, ist der Unschärfe-Effekt größer.

    Wenn ich noch ein wenig beisteuern kann zum Thema SCHÄRFENTIEFE, was ich mir bisher angelesen habe, um grobe Verhältnisse zu veranschaulichen (wobei, wenn etwas davon falsch sein sollte bitte korrigieren 🙂 )

    Faktoren für geringere Schärfentiefe (geringer = mehr Unschärfe)

    1. Blende – Je kleiner der Blendenwert (= gößere Blendenöffnung), desto mehr Unschärfe

    2. Brennweite – Je größer die Brennweite, desto mehr Unschärfe

    3. Abstand zwischen Kamera und Motiv – Je näher man mit der Kamera (ohne zu zoomen, dh gleichbleibender Blendenwert) am Motiv ist, desto mehr Unschärfe (hier ist unbedingt der „Mindestfokusabstand“ [= Distanz zwischen Motiv und der tatsächlichen Lage des BILDSENSORS in der Kamera] des eingesetzen Objektivs zu beachten. Ist man drunter, kann die Kamera nicht mehr das Motiv scharf fokussieren. Auch ändert sich der Mindestfokusabstand bei einem Zoomobjektiv, je nachdem welche Brennweite man wählt. Dabei gilt: Je höher die Brennweite (= größerer Zoom) desto höher der Mindestfokusabstand.

    4. Der Abstand zwischen Motiv und dessen Hintergrund – Je weiter das zu fotografierende Motiv vom Hintergrund entfernt ist, desto mehr Unschärfe

    5. Größe des Sensors – je größer der Sensor, desto mehr Unschärfe
    (dh. ein Vollformat-Sensor ermöglicht mehr Schärfentiefe bei entsprechend umgerechneten Brennweiten zu einem APS-C Sensor). Aber der 5 Punkt ist nicht sooo relevant, da dies ein fest vorgegebener Faktor ist, der somit nicht verändert werden kann!!! Hier entscheidet der Geldbeutel und nicht die „Kunst“ des Fotografen, sein Werkzeug zu beherrschen.

    Ich denke wichtig zur Schärfentiefe ist auch zu „verstehen“, dass ein Bild sozusagen mehrere Ebenen besitzt (simpel ausgedrückt: einen Vordergrundebene, Motivebene, und Hintergrundebene). Die Schärfentiefe ist also ein „Raumfaktor“. Dh tatsächlich muss man sich ein Bild so vorstellen, als wäre es Dreidimensional (=es besitzt Tiefe). (für mich eine abtstrakte Vorstellung da ich wiedergegeben Bilder immer nur als 2-D wahrnehme, also wenn man zb ein Foto auf seiner Hand hält oder es am Monitor betrachtet, ist das darauf gezeigte Bild 2 Dimensional).

    Wenn man nun sagt, mehr Schärfentiefe dann bedeutet dies, dass man mehr „Strecke (Tiefe)“ im „Raum“ hat, die scharf abgebildet werden.

    UND:

    Schärfentiefe steht direkt in Verbindung zum Motiv. Etwas auf dem Foto MUSS ja scharf abgeildet sein!! Dh. die Schärfentiefe beschreibt das Verhältnis zwischen Motiv und dem Raum, in dem sich das Motiv befindet.

    Ob nun nur das Motiv oder aber der Vorder-, Hintergrund ebenfalls scharf abgebildet werden sollen. Immer gehen wir vom Motiv aus und entscheiden dann, was und ob nebem dem Motiv noch etwas anderes scharf abgebildet werden soll. (siehe unten erwähnte Anschauung)

    Hierzu eine Anschauung:

    Man stellt sich einen normalen Flur vor, der eine Gesamtlänge von 5 Metern hat. Der Fotograf steht bei Meter 0 (null), hat also die ganzen 5 Meter in seinem Sucher vor sich. Er will nun ein Motiv abfotografieren, zb. einen guten Freund, der sich innerhalb des Flures bei Meter 1 befindet. Mit der Kamera und den entsprechenden „Werkzeugen“ (Blende, Brennweite, Abstand Motiv – Kamera etc) kann man nun bestimmen, wieviel von den 5 Metern (inklusive Motiv!!!) scharf abgebildet werden sollen.

    MEHR SCHÄRFENTIEFE bedeutet nun, das von den 5 Metern zb. 4 Meter (inklusive Motiv) scharf abgebildet werden.

    WENIGER SCHÄRFENTIEFE heisst, das nur 1 Meter (inklusive Motiv) des Flures scharf abgebildet werden.

    Was man also letzlich mit der Schärfentiefe bestimmt, ist die „Länge“ oder „Tiefe“ innerhalb eines gegebenen Raums, die ausgehend vom Motiv, scharf abgebildet weden sollen. So gibt es „Schärfentiefeneinstellungen“ die sich im MM (Millimeter) Bereich bewegen.

    (Anmerkung: Wenn das Motiv eine Landschaftsaufnahme ist, so wird das Motiv und der Raum eins!. Der RAUM selbst ist dann das Motiv, und somit das ganze Bild scharf)

    Hoffe das diese Unterstützung hilfreich ist.

    Schöne Grüße 🙂

    Lukas

    • Christian 22. Oktober 2015 - Antworten

      Lieber Lukas,

      das sag ich nur eins: WOW! Du hast die Thematik der Schärfentiefe nicht nur hervorragend verstanden, sondern auch noch einmal wunderbar für alle anderen Leser in deinem Kommentar zusammengefasst und sogar veranschaulicht! Vielen vielen Dank dafür! Ich habe direkt einen kleinen Hinweis im Artikel eingebaut, der auf deine Hilfestellung hinweist. Einfach toll.. 🙂
      Christian

  12. Lukas 14. November 2015 - Antworten

    Hallo Christian!

    melde mich verspätet 😉 Hoffe das tut keinen Abbruch!!!!

    Freut mich zu hören das ich da helfen konnte !!! 🙂

    Es ist schön wenn sich Gleichgesinnte Treffen und gegenseitig helfen können 🙂

    VfG

    Lukas 🙂

  13. Emily 29. November 2015 - Antworten

    Hallo,
    ich bin auf diese Website gestoßen, als ich mich über Teleobjektive informieren wollte. Ich bin echt begeistert davon, wie interessant und hilfreich die Fragen und Antworten sind- gerade für einen Laien wie mich!
    Ich habe seit 2 Jahren eine Nikon D5100 mit einem 18-55 mm Objektiv und wollte mir jetzt ein Teleobjektiv zulegen, da mich Bilder mit weichgezeichnetem Hintergrund echt begeistern! Nach dem was ich gelesen habe, würde ich mir fast lieber ein Festbrennweiten-Objektiv kaufen, aber das kann ich ja immer noch machen! Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir ihre Meinung zu folgender Frage mitteilen würden: Es gibt einige Teleobjektive mit 300mm Brennweite, die recht günstig sind und für Nikon-Kameras verwendet werden können, aber keine Nikkor-Objektive sind. Andererseits gibt es für einen ähnlichen Preis Objektive von Nikon die dann aber ´nur` eine Brennweite von 20 0mm haben. Was würden Sie mir empfehlen- lieber auf Original Nikon setzen oder meinen Wunsch nach möglichst hoher Brennweite erfüllen, ohne dabei mehr Geld auszugeben? Meine Frage ist vermutlich etwas..naja, lächerlich, aber wenn Sie mir kurz darauf antworten würden, wäre ich Ihnen sehr dankbar! Gruß, Emily

    • Christian 2. Januar 2016 - Antworten

      Hi Emily,

      erst einmal vielen Dank für dein Lob zu meiner Fotografie-Webseite und schön, dass ich dich auch als Einsteiger etwas an das Thema Fotografie heranführen kann, denn genau dafür ist fotophobia mal ins Leben gerufen worden 🙂 Ich kann dich übrigens beruhigen, „lächerlich“ ist deine Frage keineswegs und wenn ich mir vor Augen halte, welche Fragen ich mir selbst zu Anfang gestellt habe… Au weia 🙂
      Was den Kauf deines Tele-Objektives angeht, brauchst du nicht zwingend auf Nikon zu setzen, nur weil der Body vom selben Hersteller ist. Renommierte Hersteller wie beispielsweise Sigma oder auch die kostengünstigeren Objketive von Tamron gibt es praktisch für jeden Body, sprich Canon, Nikon, Sony etc. Oftmals sind die Objektive sogar besser als die der Kamera-Hersteller, das unterscheidet sich aber stark von Modell zu Modell. Entsprechend achte in deinem Fall nicht auf „Nikon“, sondern auf die technischen Daten, also Brennweite, Blende und ganz, ganz wichtig im Bereich Telezoom: auf den Bildstabilisator. Du erhältst zwar auch ein 70-300mm Objektiv für rund 150 Euro, wirst aber mangels Bildstabilisator dann immer auch ein Stativ mit dir herumtragen müssen. Einen guten Einstieg in den Telebereich für deine Nikon wäre beispielsweise das Tamron 70-300 mit Bildstabilisator (Link). Mit unter 300 Euro finde ich es persönlich auch preislich fair, ich selbst benutze es nach Jahren sogar immer noch und sehe noch keinen Grund, es auszutauschen. Schau es dir mal an und lass mich wissen, wie du dich entschieden hast. Falls weitere Fragen auftauchen, keine Scheu 🙂

      Liebe Grüße
      Christian

  14. Marcel 8. März 2016 - Antworten

    Hallo Christian,
    sehr geniale Seite, schön übersichtlich und ich lese mich hier gerne durch 🙂

    Ich wollte etwas fragen, undzwar. Ich moechte gern mehr auf Portraitfotografie gehen und nicht allzuviel Objektive mit mir und auf reisen rumschleppen. Ich habe schon gehoert, das 25mm Objektive auch sehr gute Portrait aufnahmen mit guter Lichtqualität machen, nur weiss ich nicht, was besser ist (da ich noch keines davon testen konnte) ob ich nun ein 50mm (oder höher) oder ein 25mm/35mm Objektiv für meine Canon 70D nehmen soll.

    Danke im Voraus,
    liebe Grüsse Marcel

    • Christian 16. März 2016 - Antworten

      Hi Marcel,
      vielen Dank für dein Lob 🙂
      Bei der Portraitfotografie ist ja Unschärfe immer ein wichtiges Element, um dem Foto einen professionellen Look zu verleihen.
      Und da Unschärfe, sprich Bokeh, maßgeblich von der maximalen Blendenöffnung und der Brennweite abhängt, ist die 50mm Festbrennweite auf jeden Fall die bessere Wahl. Mit 1,8 Offenblende und 50mm am Crop-Sensor deiner Canon 70D wirst du mit mit dem „Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv“ (Link) gute Ergebnisse erzielen können und hast weder schwer zu tragen noch musst tief in die Tasche greifen. Kann ich bedenkenlos empfehlen. Lass mich wissen, wie du dich entschieden hast :

  15. Cornelia 28. April 2016 - Antworten

    Hallo Christian,
    ich bin sehr froh, dass ich diese Seite durch Zufall gefunden habe; sie ist informativ und auch für Leute, wie mich, verständlich. Deshalb trau ich mich das 1. Mal selbst mal mein Anliegen vorzutragen.
    Ich bin nämlich auf der Suche nach Hilfe zu meinem neu erworbenen Teleobjektiv Ef 200mm 2,8 L II USM von Canon.
    Ich bin leidenschaftlicher Hobbyfotograf, fotografiere schon seit etlichen Jahren, habe eine Canon 70d, dazu von Canon eine 35’er Festbrennweite sowie das 200mm 2,8 L IS USM Makro.
    Für den Urlaub habe ich mir das Tamron 16-300mm F/3,5-6,3 gekauft.
    Fotografisch habe ich mich nicht auf ein spezielles Gebiet festgelegt, fotografiere aber doch sehr gerne Tiere. Deshalb nun das „Neue Tele“.
    Mir war auch beim Kauf klar, dass dieses Objektiv keinen Stabi hat. Hatte aber gelesen, dass mit Stativ das kein Problem sei. Ich bekomme aber kein Bild gestochen scharf hin. Habe Vergleiche mit meinem „Makro“ bei ausgeschaltetem Stabi gemacht. Beim Makro klappt es, beim Tele nicht.
    Ich bin total verzweifelt, vielleicht können Sie mir helfen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar.
    Einen schönen Tag noch und hoffentlich bis demnächst
    LG CONNY

    • Christian 6. Mai 2016 - Antworten

      Hi Cornelia,
      danke für deinen schönen Kommentar auf fotophobia 🙂
      Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das mit ein 300er Teleobjektiv ohne Bildstabilisator mal an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, weil es mir letztlich so ging wie dir. Ich habe es ziemlich schnell gegen das selbe Objektiv mit Stabilisator umgetauscht und war sehr erstaunt, wie einfach damit doch gleich alles ging. Der Stabilisator tackert den Bildausschnitt förmlich fest. Aber gut, damit ist dir erst mal nicht geholfen 🙂

      Vor allem im Telebereich ist die Freihandgrenze der Schlüssel zum Erfolg. Aber da du ja schreibst, du würdest sogar mit dem Stativ nicht glücklich werden. Entsprechend deinem Equipment und deiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass du im manuellen Modus fotografierst und selbst bei offener Blende mit hohen ISO-Werten experimentiert hast, um die Belichtungszeit so klein wie möglich zu halten, oder?

  16. Cornelia 6. Mai 2016 - Antworten

    Hallo Christian, ich habe mich sehr über Deine Antwort gefreut, vielen Dank.
    Wie Du schon vermutet hast, habe ich im manuellen Modus fotografiert. Aber gleich nach meiner Anschaffungen des Objektiv’s habe ich viel zu hohe Iso-Werte eingestellt, um die Verschlusszeiten zu verkleinern. Und da gefiel mir das Rauschen nicht. Mittlerweile, durch viel probieren, habe ich
    herausgefunden, im Modus „Tv“ (Canon) selbst freihand teilweise gute Foto’s zu „schiessen“.- Das 16-300’er Tamron hat einen Stabi, und ich bin auf Reisen auch zufrieden. Wollte aber die Bildqualität der Festbrennweite nutzen. Und Tele-Festbrennweite mit Stabi ist mir zu teuer und zu schwer. – Bezgl. der „Freihandgrenze“ werde ich mir Zeit nehmen, und mich intensiv damit beschäftigen. Im Voraus schon mal DANKE für die Hilfe. -Noch eine Frage zum Stativ: könnte es sein, daß mein Stativ zu instabil ist (Reisestativ)? Hatte es aber mit einem Gewicht „beschwert“. – naja, jetzt habe ich erst mal was zu lesen und zu probieren, nochmals vielen Dank dafür. Und vielleicht bis demnächst👍📷

    • Christian 13. Mai 2016 - Antworten

      Hi Cornelia,
      sehr gerne. Ich freue mich, wenn ich dir auch als schon erfahrene Fotografin etwas helfen konnte 🙂
      Was das Stativ betrifft, habe ich mich vor Längerem auch von meinem Einsteiger-Stativ getrennt, weil es mir – ebenfalls – im Tele-Bereich einfach zu wacklig war. Hatte mich nach langer Recherche für das Rollei C5i (Link)entschieden, weil das vom Preis/Leistungs-verhältnis sehr fair und äußerst stabil war. Ich denke auch aufgrund der Möglichkeit, es als Einbeinstativ zu nutzen könnte es für deine Zwecke nützlich sein, aber schau noch einmal, ob dir das Stativ zum Reisen nicht zu schwer ist. Dann blieben beschwerbare Carbon-Gestelle natürlich noch, aber die sind preislich schon eine andere Hausnummer :/
      Ich habe jetzt auch mal die Fotoausrüstung mit dem Stativ aktualisiert, muss ich dringend mal komplett überarbeiten..

      Viele Grüße
      Christian

  17. Cornelia 16. Mai 2016 - Antworten

    Hallo Christian, ich bin immer wieder begeistert, wenn ich von Dir Antworten erhalte, und mich dann durch Deine Seiten „klicke“.Es ist einfach toll wie Du das gestaltest👍👍. – Noch eine Frage zu meinem vorhandenen Stativ: ich habe das „Traveller Compact Pro“ von Hama, und bin wie gesagt nicht so begeistert. Bin da nur nach nach dem Gewicht des Stativ’s gegangen und ob es meine Ausrüstung trägt. Werde mich auf Deiner Seite weiter belesen und Dir dann auch mitteilten, für welches Stativ ich mich entschieden habe. Noch einen schönen Pfingstmontag🙌

    • Christian 18. Mai 2016 - Antworten

      Hi Cornelia,
      stimmt, das Traveller Compact Pro“ ist eher ein Einstiegs-Stativ und wird seinen Zweck sicher erfüllen, wenn es windstill und ebenerdig ist. Meistens ist es ja auch eine Frage des Komforts, der sich nicht nur im Gewicht, sondern auch im Handling widerspiegelt. Lass mich gerne wissen, für welches Stativ du dich entschieden hast, es kann ja auch sinnvoll sein, ein hochwertiges, vielleicht etwas schwereres Stativ mit einem kompakten Reisestativ zu ergänzen, das in die Tasche passt.
      Liebe Grüße
      Christian

  18. Pia 19. Mai 2016 - Antworten

    Hallo Christian,

    zuerst einmal vielen Dank für deinen tollen Blog – ich bin Einsteigerin (eigentlich noch nicht mal das) und konnte hier schon einiges lernen.
    Ich möchte mir jetzt eine 50-mm-Festbrennweite zulegen, am liebsten gebraucht. Jetzt meine Frage: Wie empfindlich soll ich auf die Aussage „kleine Staubeinschlüsse mit keinerlei Auswirkungen auf die Bildqualität“ reagieren? Ist das wahr? Oder soll ich doch lieber ein neuwertiges Objektiv kaufen?

    Viele Grüße
    Pia

    • Christian 20. Mai 2016 - Antworten

      Hi Pia,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar auf Fotophobia.de 🙂
      Deine Frage ist absolut berechtigt, denn eingeschlossene Staubpartikel, nicht nur bei Festbrennweiten, bekommt man erst einmal nicht mehr heraus und es ist natürlich die Frage, wie viele es sind und ob es sich dabei nur um ein wenig Staub im Randbereich handelt oder die Linse an elementaren Punkten bedeckt ist. Von letzterem gehe ich nicht aus und vertraue mal auf die Angaben des Verkäufers.

      Grundsätzlich sind kleine Staubeinschlüsse kein Problem. Die meisten DSLR-Kameras besitzen sogar die Möglichkeit, „Staubulöschungsdaten“ anzulegen, bei denen die Kamera die Linse des Objektivs nach Staub „durchsucht“ und diesen dann bei nachfolgenden Fotos herausrechnet. Das klappt in der Praxis erstaunlich gut und entsprechend würde ich „kleine Staubeinschlüsse mit keinerlei Auswirkungen auf die Bildqualität“ in Kauf nehmen, wenn eine ausreichend hohe Ersparnis zum Neukauf vorhanden ist. Da die 50mm Festbrennweiten aber relativ günstig sind (Link Canon 50mm/ Link Nikon 50mm), würde ich persönlich neu kaufen, sofern das gebrauchte samt Staub mehr als 60/70 Euro kosten soll. Ist es denn eine Canon- oder Nikon-Festbrennweite bzw. was soll es denn kosten?

  19. Andreas 8. Juni 2016 - Antworten

    Hallo Christian,

    ich wollte Dir mal ein Super Kompliment für deine Klasse informative Webseite/Blog hier lassen, und hoffe du machst weiter so, deine Artikel und deine Seiten sind Super Informativ und haben selbst mir, der sich bereits ein paar Jahre mit der Fotografie beschäftigt, gefesselt und zum weiterlesen motiviert.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß und Erfolg der Andreas

    • Christian 14. Juni 2016 - Antworten

      Hi Andreas,
      vielen Dank für die lobenden Worte. Schön, dass dir meine Fotografie-Webseite gefällt und ich dich mit Tipps & Tricks rund um die Fotografie auch als Fortgeschrittenen noch unterhalten kann 🙂 Super!

  20. Franziska 8. September 2016 - Antworten

    Hallo Christian,

    erstmal: super Seite! ich habe hier als blutige Anfängerin schon einiges gelernt!
    Meine Frage: oben steht, eine Festbrennweite von 85mm sei für Portraits und Makros geeignet.
    Nun habe ich die Lumix GX80 mit einem Cropfaktor von 2. Ich habe für meine Kamera eine 35 mm und ein 45 mm Festbrennweiten Objektiv gesichtet. Wenn ich sowohl Portraits als auch Makros (vor allem Blumen) abdecken will, welches ist dann besser geeignet? Oder ist beides nicht so gut?
    Lieben Dank und liebe Grüße,
    Franziska

    • Christian 9. September 2016 - Antworten

      Hi Franziska,
      willkommen in der Welt der Fotografie 🙂
      Ich kenne die Lumix GX80 zwar nicht bzw. habe noch nicht mit ihr fotografiert, aber bei der Objektivfrage würde ich in deinem Fall zur 45mm Festbrennweite greifen, da du bei Portraits und Makros damit noch mal ein schöneres „Bokeh“ zaubern kannst, also einen schöneren weichen Hintergrund, während du Personen oder Blumen in den Fokus setzt.
      Lass mich wissen, wie die ersten Versuche gelaufen sind! Viel Spaß 🙂

  21. Olaf 8. November 2016 - Antworten

    Hallo Christian.
    Zunächst einmal vielen Dank für deine informative Seite, auf der ich mir immer wieder gerne Tipps und Anregungen hole.
    Als Besitzer einer Panasonic GF7 habe ich mir zum Kitobjektiv 12-32mm auch noch das 45-150mm geholt. Da ich aber ein Freund der Festbrennweiten bin, schaffte ich mir zudem die gesamte Palette der Sigmas DN 2.8 Art (19, 30 und 60mm) an und bin damit an und für sich sehr zufrieden. Nun bin ich jedoch auf die sehr positiven Rezensionen des lichstarken und extrem günstigen Panasonic 25mm f1.7 gestoßen. Würde sich die Investition lohnen, da 1.7 ja doch noch einmal einen Unterschied gerade bei lowlight macht? Und da die 25mm doch sehr nahe an den 19 und 30mm liegen,reichte stattdessen diese eine Festbrennweite aus? Man möchte sich gerade bei MFT Systemkameras ja nur ungerne den Fotorucksack vollstopfen, weil das bei der grundsätzlichen Idee dahinter, kompakt bei wenig Gewicht zu sein, doch etwas zuwider liefe? Besten Dank schon jetzt für deine Einschätzung und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deiner Seite. LG.

    • Christian 11. November 2016 - Antworten

      Grüß dich Olaf 🙂
      Ich muss gestehen, dass ich mich mit den Objektiven für die Panasonic GF7 noch gar nicht so ausreichend beschäftigt habe. Daher kann ich zu den konkreten Objektiven zumindest keine Erfahrungswerte einfließen lassen. Generell aber würde ich zu der Variante 25mm f1,7 anstelle der zwei Objektive 19mm und 30mm tendieren, sogar ziemlich stark. In Richtung Weitwinkel bist du mit dem Kit ja gut aufgestellt und da Lichtstärke bei Weitwinkel, sprich Panorama, ohnehin nicht so einen hohen Stellenwert hat, würden die 19mm für mich wegfallen. Und in die andere Richtung – also bei der 30mm Festbrennweite – denke ich angesichts des hohen Crop Faktors der Panasonic GF7 daran, dass du mit den 25mm genau bei 50mm Kleinbildformat landest und sich damit ja immer hervorragend arbeiten lässt. Von daher, lieber nur ein sehr lichtstarkes Objektiv, was sich von dem Kitwerten entsprechend absetzt. Dass du damit auch günstiger wegkommst und weniger zahlst, sind dann nochmal zwei Argumente mehr 🙂 Was meinst du?

  22. Olaf 12. November 2016 - Antworten

    Hallo Christian,
    vielen Dank für deine Einschätzung. Es sieht tatsächlich so aus, als würde Versuch klug machen. Diverse Testergebnisse auf einschlägigen Seiten sind keine Hilfe – denen zu Folge müsste ich eigentlich bei den 19 und 30mm Sigmas bleiben, weil die im Bildvergleich in der Regel vor dem Panasonic landen. Oder ich greife zum deutlich teureren Panasonic 30mm mit integriertem Stabi, das spielt bei den Bewertungen weiter oben mit. Hat aber dafür wieder F2.8 und wird schon als Makro geführt. Außerdem soll der Stabi nicht gerade der Überflieger sein, so dass ich auch gleich darauf verzichten und ggf. ein Stativ nutzen kann. Da dies aber alles Laborwerte und diese für den täglichen Umgang mit dem Fotoapparat eher zweitrangig sind, werde ich wohl den Testlauf wagen und mir das 25mm f1.7 zulegen. Die positiven Rezensionen tun da ihr übriges, nimmt man die Haptik (Stichwort: Plastikbomber) bewusst raus. Tendenziell bin ich eher in der Architektur unterwegs und habe heute ausschließlich die 19 und 30mm Festbrennweiten mitgenommen. Ein grandioser Sonne-Nebel-Mix am Neuen Palais Sanssouci ließ mich da – dem Motiv geschuldet – deutlich öfter das Weitwinkel nutzen. Ich schätze, die 25mm mit dem fast menschlichen Blickwinkel, verbunden mit einer größeren Lichtstärke, werden einen guten Mittelweg darstellen und vielleicht tatsächlich im Laufe der Zeit beide Sigmas überflüssig machen. Ich werde dir von meinen Ergebnissen berichten. Bis dahin nicht nur ein schönes Wochenende. LG.

    • Christian 14. November 2016 - Antworten

      Moin Olaf,
      danke für deine Rückmeldung, vielleicht stellt sich genau diese Frage auch anderen Lesern, die sich unschlüssig sind.
      Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse!
      Viele Grüße
      Christian

  23. Cornelia 9. März 2017 - Antworten

    Hallo Christian,
    Sie haben mir Anfang 2016 schon mal sehr gute Tipps zu meinem 200’er Tele (Festbrennweite) gegeben. Ich habe sehr gute Fotos, auch freihand geschossen.
    Da ich sehr gern Tiere, speziell auch Vögel fotografiere, möchte ich mir noch ein weiteres Teleobjektiv (Festbrennweite, 300’er oder 400’er).
    Können Sie mir dazu vielleicht einen Tipp geben?
    Freue mich schon jetzt auf Ihre Antwort.
    Viele Dank

    • Christian 14. März 2017 - Antworten

      Hi Cornelia,
      schön dich wieder zu lesen 🙂
      Bei deinen Vorstellungen denke ich sofort an das Canon EF 300mm 1:4,0 L, was trotz hoher Anschaffungskosten noch ein relativ verträgliches Preis-/Leistungsverhältnis in diesem Segment besitzt (siehe Amazon ). Die Wahl ist sicherlich davon abhängig, ob du Crop oder Vollformat fotografierst? Ich überlege aber ganz grundsätzlich, ob ein Zoom-Objektiv im Bereich Vögel-Fotografie nicht deutlich einfacher ist? Welche Erfahrungen hast du mit der 200mm Festbrennweite denn bisher gemacht?

  24. Hallo Christian,
    hab mich über deine Antwort gefreut.
    Wie ich schon schrieb, habe ich mit meinem 200`er Tele sehr gute Erfahrungen gemacht, fast alles im Freihandbereich mit meiner Canon 70D. Ich habe ja ein Tamron-Zomm 16-300. Für Reiseaufnahmen ist es ja nicht so schlecht. Wollte aber doch bei meinen Überlegungen die Qualität einer Festbrennweite nutzen. Andererseits aber auch nicht zu viel Geld für mein Hobby ausgeben.
    Weiß jetzt wirklich nicht, was ich machen soll. Lohnt sich so eine teure Anschaffung? Was meinst du.
    Bis bald

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