Crop-Faktor

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Der Crop-Faktor ist eines dieser Dinge, mit denen ich mir sehr schwer tat. Dabei ist die Sache recht einfach! Grundlegend musst du erstmal nur wissen, dass es zwei Arten von Kamerasensoren gibt, die im Großteil der Spiegelreflexkameras verbaut werden. Der Profi schreit nun laut auf und rebelliert, aber wir sind Anfänger und belassen es hiermit bei diese zwei Kamera-Typen: dem Vollformat- und dem APS-C-Sensor.

Das Verhältnis von APS-C-Sensoren zum großen Bruder der Vollformate bezeichnet man als Crop-Faktor. Vollformate weisen die selbe Sensorgröße auf, wie das sogenannte Kleinbildformat, ein Relikt aus Zeiten der analogen Fotografie.

Crop-Faktor: Wie unterscheiden sich APS-C und Vollformat?

Zunächst einmal rein optisch, denn während der Sensor einer APS-C-Kamera 23 x 15 mm misst, bringt es das Vollformat-Modell schon auf 36 x 24 mm, das klassische Kleinbildformat. Dieser Umstand macht sich gleich zweierlei bemerkbar, zum Ersten im Preis für die entsprechende Kamera (Vollformate kosten gegenüber den DSLRs mit Crop-Faktor deutlich mehr). Und zum Zweiten in einer besseren Bildqualität der erzeugten Fotos. Die „bessere Bildqualität“ ergibt sich aus mehreren Umständen und unterliegt natürlich der subjektiven Wahrnehmung sowie den Einsatzgebieten.

Crop-los glücklich: Die Vollformat-Vorteile

  • Umso geringer die Größe des Sensors, umso höher die Schärfentiefe, wenn mit APS-C und Vollformat jeweils der gleiche Bildausschnitt fotografiert werden soll. „Dietmar“ hat dazu einen sehr wertvollen Kommentar hinterlassen, den ich an dieser Stelle noch einmal mit folgendem Beispiel erläutern möchte:

    Wir möchten ein Objekt (z. B. ein leckeres Schnitzel) hervorheben und den Hintergrund (z. B. den unwichtigen Salat) verschwimmen lassen. Die weißen Tulpen sollen am linken Bildrand ebenfalls noch auf dem Foto erscheinen. Den Bildausschnitt im geistigen Auge festgelegt, stellen wir unsere Vollformat-Kamera auf Brennweite – sagen wir – 50 mm ein. Und drücken ab.

    Nun nehmen wir uns eine APS-C-Kamera (mit Crop-Faktor 1,6) zur Hand und möchten exakt den gleichen Bildausschnitt fotografieren. Laut Schaubild oben erfasst ein APS-C-Sensor aber weniger Bildfläche und würden wir auch hier mit 50mm arbeiten, wären Teile weißen Tulpen vermutlich nicht mehr auf dem fertigen Foto zu sehen. Wir müssen als herauszoomen. Aus 50mm werden an unsere Crop-DSLR gemäß Crop-Faktor nur noch 31mm, denn:

    31mm [APS-C] x 1,6 [Crop-Faktor] = 50mm [Vollformat]

    Je höher die Brennweite, desto stärker verschwimmt der Salat im Hintergrund. Und da wir, um den selben Bildauschnitt zu erzeugen, an einer Crop-Kamera mit nur 31mm arbeiten können, ist eine höher Schärfentiefe vorhanden, wie wenn wir mit 50mm an einer Vollformat-Kamera ablichten.
    Nicht nur Schnitzel-Fotografen, sondern auch die Porträtfotografie schwört auf Vollformat, um Gesichter in den Vordergrund zu rücken, sprich freizustellen, und einen butterweichen Hintergrund , also ein möglichst geringe Schärfentiefe zu erzeugen. Hierbei sprechen wir von sogenanntem “Bokeh”(jap. “verschwommen”).

    Merke: Vollformat-Kameras sind Bokeh-Monster.

  • Ein weiterer Vorteil der Vollformat-Technik liegt im Bildwinkel. Für den im Vergleich zu Crop-Kameras großflächigen Bildsensor besteht einfach kein Bedarf, viel Bildmaterial auf ein relativ kleines Sensorblättchen zu drücken. Während die APS-C Kamera nicht umher kommt – salopp gesagt – Bilder zu beschneiden, schöpft das Vollformat im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen. Wichtig zu verstehen ist nun, dass eine Beschneidung des Bildes, sagen wir einfach an jedem Bildrand ein paar Pixel, den selben Effekt besitzt, wie das Hereinzoomen mit einem Objektiv. Denn zoomst du heran, ändert sich der Bildausschnitt ebenfalls – er wird kleiner.
  • Was die Vollformat-DSLR zum Dritten gegenüber seinem APS-C-Brüderchen bevorteilt ist so banal wie effektiv. Ganz einfach: Ein größerer Sensor > eine größere Fläche die das Element unserer Wahl, das Licht, einfangen kann. Wir erinnern uns an den ISO-Wert. Mehr Licht > geringerer ISO-Wert > rauschärmere Bilder > bessere Bildqualität. Ganz zu schweigen von den Einsatzmöglichkeiten, die eine Vollformat-DSLR bestückt mit einem lichtstarken Objektiv (beispielsweise einer 1.4er Festbrennweite) bietet. Diese Kombination ersetzt zwar noch kein Nachtsichtgerät, aber die Richtung stimmt in etwa.

Crop-Faktor und APS-Cs: Die Vorteile

  • Schärfentiefe ist nicht unbedingt das Steckenpferd eines Vollformat-Bokeh-Monsters. Die einer APS-C-Kamera schon. Gilt deine Vorliebe als Fotografieanfänger dem Ablichten von Models oder Schnitzeln, präferierst du das Vollformat, aber als Landschaftsfotograf? Du fotografierst im Weitwinkelbereich und möchtest auch noch den letzten Baum im Hintergrund scharf darstellen.
    Voilà: Der APS-C-Sensor ist deine erste Wahl.
  • Und was ist mit dem Geldbeutel? Der freut sich ebenfalls über deine APS-C-Errungenschaft, die den Einstieg in die Fotografie bezahlbar macht. Findest du keinen Spaß am Spiel mit Licht, riskierst du kein Equipment im Wert eines Gebrauchtwagens. Einen kostenlosen, sensorbedingten Aufschlag auf deine Objektivbrennweiten gibt es noch dazu. Warum, erfährst du unterhalb in „Der Crop-Faktor und seine Wirkung“.

Crop-Faktor und seine Wirkung

Der Crop-Faktor, das haben wir gelernt, ist verantwortlich für die Beschneidung eines Bildes und besitzt den selben Effekt der auftritt, wenn du ein paar Brennweiten näher an ein Objekt heran zoomst: in beiden Fällen fehlen Bildinformationen. Das wirft ein Problem auf, denn wenn du 50mm an einer APS-C Kamera anbringst, erhältst du mit dem selben Objektiv an einer Vollformat-Kamera einen entsprechend größeren Bildausschnitt.

Beispiel: Die Canon EOS 650D ist eine klassische Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor. Demnach besitzt sie einen Crop-Faktor, der wie bei den meisten Crop-Modellen von Canon bei 1.6 liegt. Stellst du dein Objektiv nun auf 50mm ein, entspricht der tatsächliche Bildausschnitt, den du damit erreichst, 80mm, denn 50mm x 1.6 = 80mm. An einer Vollformat-DSLR entsprechen die 50mm auch wirklich 50mm, wenn du auf dein Bildergebnis in den Händen hälst. Ganz schön kniffelig, aber schnell erlernt.

Crop-Faktor und Normalbrennweite?

Wirft nur die Frage auf, was mache ich als Fotografieanfänger und APS-C-Besitzer, wenn ich mit einer „Normalbrennweite“ fotografieren möchte? Möchte ich als Einsteiger unbedingt, denn die sogenannte Normalbrennweite entspricht der Sicht des menschlichen Auges und beträgt rund 50mm Brennweite.
Bevor ich mich an Zooms verausgabe möchte ich ein Bild erst einmal naturgemäß, ohne Vergrößerung, so wie ich es mit meinem eigenen Auge sehe, auf meiner Speicherkarte bannen. Und als Crop-Faktor-Schützling fange ich an zu rechnen: 50mm sollen es sein. Der Crop-Faktor meiner Kamera beträgt 1.6. Bei 50mm zu erzielender Brennweite folgt daraus: 1.6 = 31mm. Ich stelle mein Objektiv – zumindest annähernd – auf 31mm oder lege mir als Festbrennweiten-Fan eine entsprechendes Objektiv zu, um meine gewünschte Normalbrennweite zu erreichen. Da es 31mm-Festbrennweiten so natürlich nicht gibt, wäre ein 35mm-Objektiv eine annehmbare Alternative.

50 Kommentare zu “Crop-Faktor”

  1. Peter Ronacher 23. März 2014 - Antworten

    Hallo
    Der Artikel ist wirklich ausgezeichnet. Ich habe jetzt eine Ahnung was Cropfaktor bedeutet. Offenbar gibt es einen Riesenunterschied APC / Vollformat. Ich denke Vollformat muß sein. Nur, welche Camera paßt dazu? Meine Kriterien sind: klein, leicht, Zoom-Objektiv, beste Qualität des Gehäuses, ganz viele Pixel, zum Überspielen sollte mein Sony Vaio sollte passen, höchste Batterielaufzeit auch bei Sonne sichtbarer Bildschirm, wenig Schalter, einfachste Bedienung, kein Firlefanz, aktuelles Modell etwa 2000 würde ich insgesmt ausgeben – bei durchgestrichenem Preis.
    Besten Dank
    Peter Ronacher

    • Christian 24. März 2014 - Antworten

      Hi Peter,
      schön, dass ich Dir das etwas sperrige Thema „Crop-Faktor“ etwas näher bringen konnte. Zu deiner Frage:
      Ich würde keinesfalls unbedingt auf Vollformat setzen. Gerade als Einsteiger kannst du dich jahrelang mit einer APS-C-DSLR beschäftigen, ohne sie auszureizen. Vollformat ist aber z.B. für professionelle Portrait-Fotografen Pflicht.

      Bei einem Budget von 2.000 Euro würde ich auf eine gehobene Mittelklasse-DSLR unter 800 € setzen und Spielraum für Objektive (600€ Weitwinkel, Festbrennweiten, Blitz etc.) lassen. Die Canon EOS-Reihe ist dabei mein persönlicher Favorit und passt zu den meisten deiner aufgeführten Merkmale. (siehe: http://amzn.to/1jvJsrP)

      Ist Vollformat trotzdem gewünscht, führt fast nichts an einer Profi-DSLR vom Kaliber „5D Mark II oder III“ (AmazonPreis: http://amzn.to/1kXHQc7) vorbei. Hier sprengst du den finanziellen Rahmen aber schnell – ohne dass auch nur ein Reinigungstuch in der nicht vorhandenen Tasche liegt 🙂

      Am ehesten zu deiner Beschreibung „klein, robust, Pixel, Vollformat etc.“ passt allerdings eine Systemkamera. z.B. die Sony Alpha 7KB (Daten, Erfahrungen: http://amzn.to/1kXHja1). Hier ist allerdings die Bandbreite an Objektiven etwas eingeschränkter.

      Lass mich wissen, wie du dich entscheidest und auch warum 🙂

  2. Carmen Knoth 3. August 2014 - Antworten

    Hallo Christian,
    habe diese Seite eher durch Zufall gefunden, weil ich ein Bearbeitungsprogramm suche, mit dem ich auch RAW-Bilder (CF bei Canon) bearbeiten kann. Ich habe schon in frühester Kindheit einen Fotoaparat gehabt (Eltern hatten ein kleines Fotolabor), und mit den heutigen Möglichkeiten eröffnet sich einem eine ganz andere Welt der Fotografie. Kurz, ich habe mit der Canon 40D (2009) neu angefangen und bin 2012 auf die 7 D umgestiegen. Viele Deteils sind selbst mir verborgen geblieben, da meine Fotos mehr aus einem „Gefühl“ entstanden sind, und Bildbearbeitung nur für Farb – und Schärfenregulierung. Daran will ich auch festhalten, denn ich möchte keine komplizierten Bearbeitungen anfertigen (noch nicht). Deine Einführungen und Beschreibungen sind super toll. Ehrlich gesagt, bis zu diesem Artikel habe ich den Unterschied zwischen Vollformat und APS-C nicht begriffen. Da ich meine Bilder aber hauptsächlich im Tierbereich mache (Pferde, Hunde ec) habe ich herausgelesen, das es auch das richtige Format für mich ist. Ich bedanke mich für diese sehr einführenden Seiten, die wirklich von jedem Leihen verstanden werden können und man nicht mehr wie Max in der Sonne da steht. Meine Kamera ist mir manchmal noch ein Buch mit sieben Siegeln, aber ich hoffe, in deinen Beschreibungen noch vieles zu lernen, und meine Camera dadurch besser zu verstehen und dann auch in der Bildbearbeitung etwas weiter zu kommen. Vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen, die einfach und genial beschrieben sind. Herzlich Grüße Carmen

  3. Dietmar 2. September 2014 - Antworten

    Hallo Cristian,
    ich habe sehr aufmerksam dein Artikel über den Cropfaktor gelesen und bin auch mit vielen Aussagen einverstanden. Aber die grundsätzliche Aussage „Umso geringer die Größe des Sensors, umso höher die Schärfentiefe“ kann ich aber nicht nachvollziehen. Einzig und alleine bestimmt die Brennweite des Objektivs und die eingestellte Blende über die Tiefenschärfe des Bildes und nicht die Sensorgröße. Ein Bild mit einem Objektiv bei gleicher Brennweite und gleicher Blende hat die gleiche Tiefenschärfe an einer Vollvormat Kamera wie an einer an einer Crop Kamera. Der einzige Unterschied lieg darin, das der Bildwinkel an der Vollfomat Kamera größer ist. Wenn ich mit einer Crop Kamera den gleichen Bildwinkel wie mit einer Vollformat Kamera darstellen möchte, muß ich die Brennweite um den Cropfaktor reduzieren. Wenn der Cropfaktor beispielsweise 1,6 beträgt müßte ich bei einem Vollfomat von 50mm ein 31mm Objektiv an der Cropt Kamara ansetzen. Das 31mm Objektiv hat bei gleiche Blende physikalisch eine höhere Tiefenschärfe.
    Ein Fotokollege kam zum mir mit der Behauptung „Umso geringer die Größe des Sensors, umso höher die Schärfentiefe“ und gab mir dann diesen Link.
    Ansonsten ist die Ausführung super.
    Dietmar

    • Christian 3. September 2014 - Antworten

      Hallo Dietmar,

      zu aller erst einmal an riesiges Dankeschön an Dich! Ich habe den betreffenden Abschnitt komplett bearbeitet und deine Anmerkung in einem Beispiel aufgenommen.

      Viele Grüße auch an deinen „Fotokollegen“!

      • Janine 22. Mai 2017 - Antworten

        Im Abschnitt „Crop-Faktor und Normalbrennweite?“ müssten die 35mm Brennweite auch noch in 31mm abgeändert werden.

        • Christian 30. Mai 2017 - Antworten

          Hi Janine,
          danke für den Hinweis, ich habe die entsprechende Passage auf deinen Vorschlag hin angepasst.
          Liebe Grüße

    • Arnim 3. März 2015 - Antworten

      Hallo Fotoexperten,

      das mit der Schärfentiefe ist teilweise richtig.
      Wenn ich ein Objektiv mit GLEICHEM Bildwinkel an einer Crop- Kamera mit der Vollformatkamera vergleiche habe ich (ungefähr) die gleiche Schärfentiefe z.b. Blende 11 bei Vollformat oder Blende 8 beim Crop- Format (APS-C).
      Mit dem Cropformat kann ich aber bei gleicher Schärfentiefe mit halbierter Beleuchtung arbeiten. Das kann ein großes Thema bei On- Location Fotografie mit einer Studioblitzanlage sein, da hier viel Gewicht eingespart wird.
      Noch deutlicher wird das ganze bei noch größeren Formaten.
      es entsprechen sich (ungefähr) Blende 5,6 bei APS-C, Blende 8 bei 24x36mm (Vollformat), Blende 11 bei 4,5x6cm, Blende 16 bei 6x9cm und Blende 22 bei 9x12cm.
      Wobei die letzten Formate entweder nur digital per stitch oder mit Film genutzt werden können.
      Ich Fotografiere beruflich überwiegend mit einer Nikon D810 mit den entsprechenden Objektiven.
      Wenn ich neu anfinge würde ich mich als Reisefotgraf aus Kosten- und Gewichtsgründen für APS-C entscheiden, es sei denn der Superweitwinkelbereich wäre für mich extrem wichtig.

      Grüße aus dem Kraichgau

      Arnim – Fotografenmeister (seit gefühlten 1.000 Jahren)

      • Christian 4. März 2015 - Antworten

        Hallo Arnim,

        vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag zum Thema Crop Faktor und Schärfentiefe. Man lernt eben nie aus 🙂 Super!

  4. Andreas 10. November 2014 - Antworten

    Toller Beitrag, sehr verständlich geschrieben! Als derzeitiger ambitionierter APS-C-Hobbyftograf bleibt dann immer die Frage: welche Brennweiten kaufe ich mir, wenn ich mir sehr wahrscheinlich später mal eine Vollformatkamera zulegen werde. In dem Fall könnte man ja dann die APS-C-Objektive dafür nicht mehr benutzen. Aber diese Frage muss dann wohl jeder sich selbst beantworten 🙂

  5. Lena 3. Dezember 2014 - Antworten

    Hallo Christian,

    danke für deine einfache Ausführung des Cropfaktors. Nun hab auch ich es verstanden 🙂

    VG

    • Christian 5. Dezember 2014 - Antworten

      Hi Lena,

      das ist super! Ich freue mich immer über schönes Feedback und darüber, dass sogar das schlimmste Fotografie-Thema überhaupt auf fotophobia.de verstanden wird 🙂
      Danke!

  6. Heiko Herrmann 13. Januar 2015 - Antworten

    APS-C ist übrigens nur bei Canon bei 1,6. Für alle anderen sind es 1,5, sprich: Canon baut kleinere APS-C-Sensoren. Zumindest kurz anmerken solltest das :).

    Zum anderen deine Anmerkung mit Nachtsichtgerät: mit einer Sony A7s haste definitiv ein Nachtsichtgerät, also sind wir schon da angekommen mit manchen Kameras ;))…

  7. Carsten 4. September 2015 - Antworten

    Hallo Christian,

    der Cropfaktor einfach verständlich erklärt. So versteht es jeder.
    Eigentlich haben beide Systeme ja nur verschiedene Aufnahmewinkel. Aus einem 50 mm Brennweite im KB-Format eine äquivalente Brennweite für APS-C/FX Format von 35 mm zu empfehlen halte ich in manchen Situation für problematisch.
    Bei Fotographien im Weitwinkelbereich erscheint der Fotomittelpunkt sehr nah und der Hintergrund weit weg. Bei Fotographien im Telebereich (z. b. Skyline einer Stadt) scheint es so, als würden alle Bereiche des Fotos sehr nahe beieinander sein, obwohl sie in Wirklichkeit kilometerweit voneinander entfernt sind. Übertrag wir deine Angaben z. B. auf die Porträtfotographie. Nikon z. B. empfiehlt Brennweiten ab 50 mm.
    Rechnet man diese 50 mm im KB-Format wieder auf 35 mm im APS-C/DX Format herunter, wird man feststellen, das die Porträtierten mit 35 mm Brennweite Pfannkuchengesichter bekommen haben, da man sich nach wie vor im Weitwinkelbereich befindet. Es wird alles ein auseinandergezogen. Das ist mir in den Anfangszeiten mit digitalen Spiegelreflexen passiert.
    Hier sollte man auch bei APS-C/FX Format mind. bei 50 mm, besser 85 mm bleiben.

    Grüße aus der Heide!

    Carsten

    • Christian 7. September 2015 - Antworten

      Hi Carsten,

      vielen, vielen Dank für deine Anmerkung, ein wirklich hilfreicher Beitrag, den du da verfasst hast. Super! 🙂

  8. MJ 13. September 2015 - Antworten

    Hallo ; deine Ausführung hier ist einfach super bin jetzt auf eine Nikon D 750 umgestiegen und bin mit deiner Erklärung des Cropfaktors endlich zum Ziel gelangt.
    Grüße MJ

  9. Heinz Kohler 13. Oktober 2015 - Antworten

    Hallo,

    ich möchte zum Crop-Faktor folgende Frage stellen:
    ich besitze eine Nikon P7800 mit 1/1,7 Sensor. Wie ist da der Crop-Faktorzum kleinbild?
    Oder konkreter: Mein Zoom geht von 28 – 200 mm. Welche Brennweite muß ich einstellen,
    um ein Normalobjektiv= 50 mm zu haben? Also sind es 50 mm an der Nikon, rechnet die
    Kamera also irgendwie um, oder muß ich eine andere Brennweite einstellen, um die
    „Normalsicht“ der Augen zu erreichen?
    Danke für Info.

    MfG
    Heinz Kohler

    • Christian 14. Oktober 2015 - Antworten

      Hallo Heinz,
      wie ich eben gesehen habe besitzt deine Kamera, die Nikon P7800, einen sehr hohen Crop-Faktor (CF) von 4,6, was durch den kleinen Sensor bedingt ist. Zu ermitteln ist das zunächst folgendermaßen:
      CF = 43mm Kleinbildformat/9.41mm Sensorgröße der der Nikon P7800= 4,6
      Weiter heißt das, dass wenn du nun eine „Normalbrennweite“ von 50mm am Kleinbild erreichen möchtest, du die 50mm durch den Crop-Faktor teils. In diesem Fall also 50mm/4.6 Crop-Faktor=11mm. Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, müsstest du deine Kamera also auf 11mm einstellen – rein rechnerisch.
      Konnte ich dir damit helfen?

  10. Lipsky Frank 25. Oktober 2015 - Antworten

    Hallo bin seit kurzem mit beiden Systemen unterwegs 7100 und 750. Ich würde mich über eure Erfahrungen die ihr mit mir teilt sehr freuen.

  11. Carsten Benecke 17. November 2015 - Antworten

    Hallo Christian,

    ich sehe du hilfst immer noch vielen Menschen weiter. Es ist wirklich eine tolle Erklärung des Crop-Faktors.
    Das Problem hatten wir eigentlich schon zu analogen Zeiten. Da hat es aber niemanden so recht interessiert. Die Kamera lag in der Hand und dann wurde fotografiert.
    Meine erste (Kinder)Kamera war das Ding mit dem roten Sensorpunkt. Diese Kamera hatte ungefähr KB-Format. Danach hatte ich kurz die Pocketkamera (RitschRatsch) von Kodak. Da war die Filmfläche auch schon erheblich kleiner, von Crop-Faktor hat zu der Zeit niemand gesprochen. Dann kam ein absoluter Fehlgriff, eine Kodak mit Diskfilm. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran, der Filmträger sah aus wie das Typenrad einer Schreibmaschine. Die Fläche des zu belichtenden Films war schon fast nicht mehr zu erkennen. Auch da hat sich niemand Gedanken über einen Crop-Faktor gemacht. Die Bilder mit dieser Art Kamera waren ganz einfach bescheiden, größere Abzüge waren unmöglich und sie verschwand ganz schnell wieder.
    Danach gab es für mich die erste Spiegelreflex.

    Die Fotowelt wurde digital, aufgrund der Kosten für Sensoren, die Kameras sollten ja für alle erschwinglich sein, wurde die Sensorgröße bei den Spiegelreflexen verkleinert, jetzt (Warum eigentlich erst jetzt?) wurde der Crop-Faktor zum Thema und ganz groß ist dieses Thema, seit es Sensoren im KB-Format gibt.

    Das Problem liegt eigentlich darin, dass wir in Brennweiten rechnen und nicht in Blickwinkeln. Der wahrgenommene Blickwinkel eines Menschen liegt bei ca. 47 Grad (Ist auch ein guter Tipp für den Kauf von Fernsehern.) Dieser Winkel liegt beim Kleinbildformat bei ca. 50 mm, beim APS-C Format wird dieser Winkel schon bei ca. 32 mm erreicht. Nikon mit dem DX-Format erreicht diesen Winkel bei ca. 34 mm, im FourThirds-System wird der normale Blickwinkel bei ca. 25 mm erreicht, alle anderen Formate, vom Vollformat (6 cm x 6 cm) bis hin zu den ganz kleinen, entsprechend.

    Alles unter dem Blickwinkel von 47 Grad ist Weitwinkel und alles darüber ist Tele.

    Wir sollten uns von der Brennweite trennen und den Blickwinkel als Maßstab nehmen. Eine Angabe der Blickwinkel für jede Sensorgröße auf den Objektiven wird aber wohl nicht möglich sein. Das wird unübersichtlich. Aber wenn jeder die Brennweiteneinstellung für den normalen Blickwinkel, seiner Sensorgröße kennt, so wie du ihn für Heinz Kohler errechnet hast, hat er damit einen guten Anhaltspunkt.

    Vielen Dank für diese ganz tolle Seite!

    Gruß aus der Nordheide!

    Carsten

    Auf das Thema Crop-Faktor & Tiefenschärfe verzichte ich bewusst. Es soll einfach bleiben.

    • Christian 2. Januar 2016 - Antworten

      Lieber Carsten,

      danke für die netten Worte, es freut mich immer wieder, dass ich mit fotophobia vor allem so sperrige Themen wie den Crop-Faktor etwas verständlicher gestalten kann.
      Mein Dank gilt aber auch dir, denn dein Beitrag ist ein echter Mehrwert! Und abgesehen davon auch einfach sehr interessant 🙂
      Danke!!!

  12. Dirk 10. Dezember 2015 - Antworten

    Hallo Christian,
    vor 20 Jahren habe im Mittelformat (Rolleiflex 8000er System mit den berühmten Zeiss Objektiven Analog) aufgehört zu fotografieren. Seither habe ich mich nie mehr mit dem Thema Fotografie beschäftigt. Jetzt fange ich wieder bei „0“ an. Sicher, das Auge einen Berufsfotografen bleibt, jedoch die Technik hat sich so dramatisch geändert das ich echt meine Schwierigkeiten habe und darum mir deine Beiträge hier auf diese HP komplett reinziehe und lerne. Einen besseren Einstieg in die digitale Welt der Fotografie kann ich mir nicht vorstellen. Darum herzlichen Dank. Zu dem Thema Portraitobjektiv kann ich nur sagen umgerechtnet in KB-Format durch den Crop-Faktor mindestens 80mm besser noch 135mm.Und gekonnt ausleuchten bitte. Am besten schwarz/weis.
    Allerherzlichsten Dank, Dirk

    • Christian 2. Januar 2016 - Antworten

      Hi Dirk,
      schön, dass dir fotophobia den Wiedereinstieg in die Fotografie etwas versüßen kann 🙂
      Fühl‘ dich herzlich Willkommen! Und danke für den kleinen Tipps zu den Portrait-Fotos!

  13. Dietmar Traxler 20. Januar 2016 - Antworten

    Vielen Dank, wirklich guter Artikel!!!
    lg Dietmar

    • Christian 20. Januar 2016 - Antworten

      Danke dir Dietmar 🙂 Schön dass ich dir damit helfen konnte!

  14. Jürgen 23. Januar 2016 - Antworten

    Hallo Christian,
    du ahnst gar nicht, wie dankbar ich dir für diesen Artikel bin.
    Habe in diversen Foren, Wikies, … gesucht. Eine so gute (verständliche) Erklärung habe ich nirgends gefunden.
    Dank deines Artikels, habe auch ich den Crop-Faktor endlich verstanden und weiß nun, wie ich ihn berücksichtige.
    Vielen Dank und liebe Grüße aus Dithmarschen.
    Jürgen

    • Christian 24. Januar 2016 - Antworten

      Hi Jürgen,
      das freut mich natürlich sehr zu lesen 🙂 Vielen Dank!
      Ich kann dir versichern, bei mir ist es mit der Suche nach einer einfachen Erklärung zum Crop Faktor damals genauso gelaufen und ich hatte manchmal das Gefühl, ich lese gerade ein wissenschaftliche Abhandlung.. Schön, dass ich dir mit einer einfachen Erklärung fotophobia ein bisschen weiterhelfen konnte!

  15. Andreas Behrens 20. Februar 2016 - Antworten

    Hallo Christian,
    ich bin Hobby Fotograf und natürlich mit APS-C unterwegs. Da ist der Bericht über APS-C vs. Vollformat genau das, was ich immer gesagt habe und hier fantastisch schriftlich niedergelegt wird. Hat man eine APS-C ( Advanced Photo System – Classic ) ist es so, dass 50mm bei mir an meiner Nikon mit 1,5 Crop-Faktor 75mm Brennweite ergeben. Und ich gehe noch ein bisschen weiter: mein Sigma 150-600 ergibt an einer Vollvormat-Kamera logischerweise 150-600mm Brennweite, an meiner D7100 aber schon 225mm-900mm, weil ich hier den Cropfaktor in der Kamera nochmal ändern kann. Der Sensor wird verkleinert und dadurch ergibt sich fast der Faktor 2, dann kann man selber ausrechnen was rauskommt. Für mich reicht das vollkommen aus und wie du schreibst Christian, ein Berufsfotograf lacht darüber, aber genau so funktioniert es, das Ding mit dem Faktor. 🙂

    • Christian 21. Februar 2016 - Antworten

      Hi Andreas, du kannst die Größe des Sensors beeinflussen und die Brennweite dann praktisch künstlich über den Crop-Faktor verlängern?

  16. Andreas Behrens 21. Februar 2016 - Antworten

    Ja, bei der Nikon D7100 & D7200 kann man die Sensorgröße verändern. 24,7 mil. Pixel bei DX 24×16 und mit der Einstellung Bildfeld 1,3x und bei 18×12 mit 15,7 mil. Pixel ergibt das einen Cropfaktor von 2 – genau genommen 1,96. Wenn ich mit dem Sigma 150-600 unterwegs bin, ist das eine Einstellung die ich sehr gerne benutze.
    Bei dem VF 600mm muss vorher allerdings ein Konverter x2 zwischen, der wiederum verringert auch die Lichtstärke von z.B. f5,6 runter auf f8.
    Bei der Nikon D7200/7100 verkleinert man den Sensor x2, dann ergeben 600mm im Bildausschnitt 1200mm bei gleicher Blende f 6,3. Ich schreibe es noch mal hier rein, es ist und bleibt ein Tele-Objektiv von 150-600mm.

  17. Markus 1. März 2016 - Antworten

    Hallo, ich bin absoluter Neuling und habe noch eine Frage zum Cropfaktor.
    Wenn ich mir zum bsp. ein Objektiv speziell für APS-C Format kaufe, hebt sich der Crop Faktor dann auf oder ist die Brennweite des Objektivs immer als KB angegeben? Gruß MARKUS

    • Christian 4. März 2016 - Antworten

      Hi Markus,
      der Cropfaktor ist immer vorhanden, wenn du eine Kamera mit APS-C Sensor in Kombination mit einem APS-C-Objektiv benutzt. Wenn du also ein 10mm-Objektiv nutzt und deine Kamera einen Crop-Faktor von 1,6 besitzt, sind das gemessen am KB-Format 16mm. Die Angaben auf den Objektiven sind also nie auf KB umgerechnet. Im Übrigen ist eine Kombination von APS-C-Kamera mit Vollformat Objektiv oder anders herum nicht vorgesehen.

  18. Bernd 19. Mai 2016 - Antworten

    Durch den Crop, verändert sich der Bildausschnitt.
    Ist gut bei mir rübergekommen. Danke für die ausfühlichen Beispiele usw.
    Aber wie sieht das mit der Lichtstärke des jeweiligen Objektives aus ?
    Habe ich da was überlesen, oder nur nicht verstanden ?

    mfg. Bernd

    • Christian 20. Mai 2016 - Antworten

      Hallo Bernd,
      schön dass die Erklärung zum Cropfaktor helfen konnte. Mit der „Lichtstärke“ eines Objektivs hat der Crop-Faktor, der ja durch den Sensor des Kamera-Bodys bestimmt wird, nichts zu tun. Die Lichtstärke eines Objektivs definiert sich ja aus dem Verhältnis von physikalischer Brennweite und Blendendurchmesser, da ist erst einmal egal, an welchem Body bzw. Sensor das Objektiv hängt.

  19. Bernd 1. Juni 2016 - Antworten

    Hallo Christian.
    Danke vorerst.
    Meine Kaufgedanken, nähern sich wieder der D7200 statt der D610
    mit der Zoomerweiterung meiner älteren Objektive 28-70 und 70-300 kann ich leben.
    Suche nur nochmals den Endvergleich.

    Bis denne, Bernd.

    • Christian 14. Juni 2016 - Antworten

      Super 🙂 Lass mich wissen, für welche DSLR du dich entschieden hast und was der ausschlaggebende Punkt war, man lernt schließlich nie aus 🙂

  20. Axel 2. August 2016 - Antworten

    Hallo zusammen.
    Sehr gute Seite. Eines will mir aber noch nicht so ganz in den Sinn.
    Wie richtig erwähnt besteht die Lichtstärke aus Brennweite und Eintrittsdurchmesser.
    Beispiel: Durchmesser 12,5 Brennweite 35 ergibt die bekannten 1/2,8
    Wenn ich nun mein Objectiv mit max. 1/2,8 vor einen APS-C Sensor setze, hat sich nach Umrechnung CROP (z.B 1,6) eine Brenweite von 56 (statt 35) ergeben und somit sollte ich bei 1/4,48 landen als, sagen wir mal , minimale Lichtstärke des Objectivs vor einem APS-C Sensor statt vor einem Vollformat, mit allen sich daraus ergebenden Weiteren Wirkungen.
    Zumindest wäre das meine Überlegung dazu, ob das stimmt würde ich gerne wissen. Mag sein das ich auch etwas übersehen habe.
    Ist in sofern interessant, da ich noch ein schönes altes Canon Objectiv (24-85, was dann 38,4-136mm wäre, aber dummer weise sehr Lichtschwach bei einer ehemaligen Anfangslichtstärke von 3,5 wäre nach meinen Überlegungen) habe und mir nur einen neuen Body mit APS-C Sensor kaufen müsste.
    Schön wäre es wenn ich falsch liege, dann kann ich nämlich doch machen.

    Gruss aus dem Münsterland
    Axel

  21. Dietmar 6. August 2016 - Antworten

    Hallo zusammen,
    Ein Objektiv mit 35mm Brennweite bleib ein 35mm Objektiv an einer Vollformatkamera und auch an einer APSC Kamera. Nur weil sich das Kameragehäuse ändert ändert sich doch nicht das Objektiv. Wie Bernd bereits erwähnt hat ändert sich nur der Bildausschnitt. Eine APSC-C Kamera mit einem Crop von 1,5 nutzt nur die Bildfläche 16x24mm. Eine Vollformatkamera halt 24x36mm. Die Wirkung des Objektive wie die Brennweite, die Lichtstärke und auch die Schäfrntiefe bleibt erhalten. Wenn ich ein Papierbild welches 24x36cm groß ist gleichmäßig am Rand mit einer Schere beschneide so dass, das Bild anschließend 16x24cm groß ist verändert sich die Wirkung des Bildes in Bezug auf Brennweite oder Schärfentiefe nicht. Das Bild ist jetzt ein Bildauschnitt also in Crop. Genau so und nicht anders verhält es sich zwischen einer Vollformatkamera und APS-C Kamera.

    Gruß Dietmar

  22. Axel 8. August 2016 - Antworten

    Ok danke….habe ich verstanden.
    Mein Gedanke war halt der, das auf das „abgeschnittene Papier“ auch Licht gefallen wäre. Sprich von der Gesamtlichtmenge die das Objectiv durchlässt, und wonach es berechnet ist, nur noch ein Teil dessen verwertet wird. (Nämlich der der dann auf den „kleineren Chip zum Vollformat“ fällt)
    Daraus resultierten meine Überlegungen. 😉

    Gruss aus MS
    Axel

  23. Franz Haindorfer 21. Oktober 2016 - Antworten

    Wenn ich bei meiner APS-C Nikon 7200 „Spiegelreflexkameras Objektive für Nikon Vollformat verwende bekomme ich Rausch ärmere Bilder Speziell an den Rändern? und wie sieht es mit der Tiefenschärfe aus? Ich bin ein Fan von wenig Tiefenschärfe oder soll ich auf Vollformat D 610 umsteigen was empfiehlst du mir Danke im voraus verbleibe ich MfG Franz Haindorfer

    • Christian 26. Oktober 2016 - Antworten

      Hallo Franz,
      die Theorie mit rauscharmen Bildern im Randbereich ist mir leider nicht bekannt. Sicherlich lassen sich Vollformat-Objektive in den meisten Fällen auch an APS-C Kameras verwenden, aber optimale Ergebnisse – auch in Sachen Tiefenschärfe – erhältst du mit vollwertigen Vollformat-Kombinationen. Ein Umstieg lohnt allerdings nicht immer, denn der hängt maßgeblich von den Einsatzbereichen und dem Budget ab.
      Viele Grüße
      Christian

  24. Günter Nuber 9. Januar 2017 - Antworten

    Hallo,

    ich wollte eigentlich nur mal googlen, wie groß der Crop-Faktor bei APSC ist. Und da bin ich auf diesen wunderbaren Artikel gestoßen. Einfacj super geschrieben. Nun habe ich aber eine Frage: Ich habe als Sammler begeisterter Canon FD-Fotograf ein paar schöne alte Objektive. Nun möchte ich die an einer spiegellosen Systemkamera nutzen. Bevorzugt natürlich APSC und kein MFT. Da ich ja manuell fokusieren muss, möchte ich ohne Brille fotografieren und die Dioptrien-Korrektur entweder bevorzugt am optischen oder am elektronischer Sucher einstellen. Macht dies Sinn, wenn ja, welche DSLMs wären dafür geeignet? Gibts es außerdem schon viele Kameras, bei denen der elektronische Sucher vergrößert werden kann, um die fokusierung zu erleichtern?
    Vielen Dank und viele Grüße
    Günter

  25. Norbert Besier 18. März 2017 - Antworten

    Lieber Christian,…ich habe drei Fragen an Dich: ich habe eine CANON EOS 700D und möchte mir als nächstes(für Tierfotografie…)ein Canon EF 70-200f/2.8 L IS USM-Objektiv anschaffen. Macht das einen Sinn…?…ist dieses Objektiv aus der L-Serie mit einer „einfachen“ DSLR-Kamera kompatibel…? Oder eher etwas für eine Vollbildkamera…?
    Und bei dem Objektiv hatte ich als Alternative an ein 70-300,4,5 -5,6 L IS USM gedacht: größere Brennweite gegen bessere Lichtstärke…was ist die bessere Entscheidung…?
    Als weitere Überlegung denke ich an eine EOS 80D…machen zum Beispiel die 45AF-Felder (gegenüber 9 bei der 700D) einen großen Qualitätsunterschied aus…?
    Vilen Dank für Deine Unterstützung und beste Grüße
    Norbert

    • Christian 21. März 2017 - Antworten

      Hi Norbert,

      danke für deinen Kommentar auf fotophobia.de 🙂
      zunächst einmal ist es völlig unproblematisch, ein L-Objektiv an Crop-Kameras zu nutzen. Nur umgekehrt, die EF-S Objektive für 700D und Co sind nicht ohne Weiteres an einer Vollformatkamera zu gebrauchen. Aus persönlicher Erfahrung finde ich es sogar sinnvoller, direkt auf L-Objektive zu setzen, da mir jetzt – vor einem möglichen Umstieg auf Vollformat – doch ein wenig das Herz blutet, weil die ganzen reinen Crop-Objektive nicht mehr zu gebrauchen wären.
      Was deine Wahl zwischen den beiden Telezooms anbetrifft, würde ich – ebenfalls aus persönlicher Erfahrung – auf Lichstärke setzen, falls ich es nicht gerade auf Wildlife-Fotografie in Afrika absgesehen hätte. Zumal du an deiner 700D über den Crop-Faktor auch noch auf über 300mm kommst.

      Mit einem Umstieg innerhalb der Crop-Familie tue ich mir schwer. Klar, die 80D bietet im Vergleich zu unseren nach wie vor modernen 650D/700D-Bodys noch einmal ein Plus an Komfort und mehr AF-Felder, aber bessere Bilder macht man damit letztlich nicht. Ich würde das Geld im Hinblick auf einen Vollformat-Umstieg sparen oder in ein weiters Crop-/KB-geeignetes Objektiv investieren. Was meinst du?

  26. Markus 5. Juni 2017 - Antworten

    Moin Christian,
    erstmal herzlichen Dank für die tolle Möglichkeit sich hier über dieses Thema austauschen zu können. Kompliment!
    Folgende Frage habe ich die D750 und D500 von Nikon betreffend:
    Gleicht (bei einer Bildvergrößerung) die höhere Pixelzahl von 24,9 Megapixel bei der Vollformat D750 den Cropfaktor von 1,5 (bei der D500) aus? Oder ist das blanker Unfug?
    Herzliche Grüße
    Markus

    • Christian 6. Juni 2017 - Antworten

      Hi Markus,
      wenn ich deine Frage richtig verstanden habe, stimmt das so nicht.
      Unabhängig von der Auflösung bestimmen Crop- und Vollvormat jeweils, wie weit die Pixel auseinander liegen, was sich wiederum im Rauschverhalten niederschlägt.
      VG
      Christian

  27. Horst Jakobs 14. Juli 2017 - Antworten

    Hallo ich habe in die Suchmaschine Crop Faktor eingegeben und Ihre Seite gefunden. Danke für die gut Erklärung. Ich habe eine Frage: Ich besitze noch viele Objektive 28-75 mm und 75-205 und 28-200 mm von eine Analog Kamera Nikon F301 Gibt es eine Nikon Digitalkamera an die ich die Objektive noch nutzen kann.Es ist mir klar das ich alles Manuell einstellen muss Blende Focus Zoom.
    Und wie werden die Brennweiten dann sein auf einer Vollformat oder APS-C
    Ich hatte bei Foto Leistenschneider angerufen der Mann am Telefon sagte mir eine passende Kamera gäbe es ab 900 €
    Nur welche ? Ich würde mich über eine Antwort freuen FG Horst

    • Christian 17. Juli 2017 - Antworten

      Hallo Horst,
      danke für deine interessante Frage zum Crop Faktor und wie es sich dabei mit alten Analog-Kameras verhält. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Adapter/Zwischenringe, allerdings lassen die passenden sich nicht nur anhand der verschiedenen Brennweiten bestimmen. Generell ist es aber so, dass sich deine offensichlich für das Kleinbild gebauten Objektive um den Crop-Faktor deiner neuen Kamera verlängern. Hättest du also ein APS-C Kamera von Nikon, unterläge dein 28-200mm Objektiv einer Brennweitenverlängerung von 1.5, also 42-300mm. Es wäre nun sehr interessant zu wissen, welche DSLR dir der Berater für 900€ empfohlen hat?

Fragen, Anregungen oder Kommentare?

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